Gemeinsam eine Lösung finden steht im Zentrum
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Ombudsstelle für betreute ältere Menschen blickt auf ein erfolgreiches zweites Berichtsjahr zurück
Wie bereits im ersten Berichtsjahr kann die Notwendigkeit zur Führung einer Ombudsstelle für betreute ältere Menschen im Kanton Aargau bestätigt werden. Sowohl bei den einfachen Anfragen sowie auch bei den Schlichtungsfällen hat die Anzahl der behandelten Fälle zum Vorjahr leicht zugenommen.
Im Vordergrund der Beratungen stehen Abklärungen, die Heim- und Pflegekosten betreffen. So werden zum Beispiel Tarifanpassungen nicht immer transparent und ausführlich erläutert oder können von den Angehörigen nicht nachvollzogen werden. Ein Grund dafür ist, dass manche Bewohnerinnen und Bewohner ihre eigene Pflegebedürftigkeit den Angehörigen gegenüber verminderter darstellen als sie in Wirklichkeit ist. In den meisten Fällen waren die Einstufungen und Verrechnungen der Leistungen belegbar und gerechtfertigt.
Erstmals haben sich Bewohnerinnen und Bewohner im Heim zusammengeschlossen und sich gemeinsam an die Ombudsstelle gewandt. Dabei kamen verschiedene Themen zur Sprache wie die Qualität der Mahlzeiten, bauliche Mängel (schwer zu öffnende Türen) oder die Verrechnung von Pflegekosten. Ein Thema war auch das Mitspracherecht bei Entscheiden des Heimes. Gerade für Menschen, die körperlich und geistig noch fit sind, ist der teilweise Verlust der Autonomie nur schwer zu akzeptieren.Die Dienste der Ombudsstelle wurden auch von Heimen vor allem bei bestehenden und schwierigen Konflikten beansprucht. Bei einigen Beratungen wurde nur die Sicht oder die Beurteilung einer Situation durch die Ombudsstelle gewünscht.
Grundsätzlich sind die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Qualität der Pflege zufrieden oder sehr zufrieden. Die Bereitschaft und das Entgegenkommen, um eine gangbare Lösung zu finden, waren bei den Heimen oder Organisationen stets vorhanden.Die Ombudsstelle für betreute ältere Menschen wurde im Jahr 2006 als eine Massnahme im Rahmen des neuen Pflegegesetzes als Pilotprojekt gestartet. Sie ist Anlaufstelle für ältere Menschen sowie deren Angehörige, welche Probleme mit einem Dienstleistungsanbieter haben. Die Stelle wird als Bestandteil des Reklamations- und Beschwerdemanagements betrachtet.