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Gemeinden mit 80 Millionen Überschuss :
Ergebnisse der Gemeindefinanzstatistik 2004

Die Aargau Gemeinden verfügen weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Im Detail betrachtet ergeben sich jedoch grosse Un-terschiede zwischen einzelnen Gemeinden und Regionen. Neueste Zahlen zu den Gemeindefinanzen liefert die Gemeindefinanz-statistik 2004.

Der Verwaltungsaufwand sämtlicher Gemeinden im Kanton Aargau belief sich im Jahre 2004 auf 1'749,6 Mio. Fr. oder 3'075 Fr. pro Einwohner. Mit Berücksichtigung von Passivzinsen, Ab-schreibungen, Finanzausgleich und Ertragsüberschüssen erreichte der Gesamtaufwand 2'170.5 Mio. Fr. (3'814 Fr. pro Einwohner). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen der Verwaltungsaufwand pro Einwohner um 120 Fr. und der Gesamtaufwand um 82 Fr.

In den Gemeinden des Bezirks Aarau war der Verwaltungsaufwand mit durchschnittlich 3'412 Fr. pro Einwohner klar am höchsten. Ebenfalls über dem Kantonsmittel lagen die Verwaltungsausgaben der Gemeinden in den Bezirken Baden (3'269 Fr.), Brugg (3'153 Fr.), Rheinfelden (3'223 Fr.) und Zofingen (3'179 Fr.). Die niedrigsten Verwaltungsausgaben wiesen die Gemeinden in den Bezirken Muri (2'518 Fr.) und Kulm (2'586 Fr.) aus ein Viertel weniger als im Bezirk Aarau.

Die Erträge der Gemeinden stammen aus den folgenden Quellen: Ordentliche Steuern 56,4%, Verwaltungserträge 33,1% (Gebühren, Verkaufserlöse, Beiträge von Bund, Kanton, anderen Kör-perschaften und Privaten), Aktiensteuern 5,7%, Kapital- und Vermögenserträge 2.2%, Finanzausgleich 1,8%. Im kantonalen Mittel verbuchten die Gemeinden pro Einwohner 2'153 Fr. ordentli-che Steuern, 1'263 Fr. Verwaltungserträge, 217 Fr. Aktiensteuern, 82 Fr. Kapital- und Vermögenserträge, 67 Fr. Finanzausgleich. Der Totalertrag (inkl. Buchgewinne und Aufwandüberschüsse) belief sich auf 3'814 Fr.Aber auch auf der Ertragsseite sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken und innerhalb der Regionen zwischen den Gemeinden erheblich. Während die Erträge der Gemeinden des Bezirks Aarau mit 4'163 Fr. pro Einwohner deutlich über dem kantonalen Mittel stehen, liegen die Gemeinden des Bezirks Kulm mit 3'159 Fr. ebenso klar darunter.Von den 231 Gemeinden wiesen im Jahr 2004 deren 171 einen Finanzierungsüberschuss von 163,9 Mio. Fr. oder 443 Fr. pro Einwohner aus. Die übrigen 60 Gemeinden hatten einen Fehlbetrag von zusammen 83,8 Mio. Fr. oder 420 Fr. pro Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt resul-tierte somit ein Finanzierungsüberschuss von 80,1 Mio. Fr. oder 141 Fr. pro Einwohner.

  • Departement Finanzen und Ressourcen