Gemeinden für den Schulversuch Grundstufe oder Basisstufe stehen fest
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13 Klassen aus acht Gemeinden starten im Schuljahr 2003/04 mit Schulversuchen
Die Schulen für den Schulversuch Grundstufe und Basisstufe, den der Kanton Aargau zusammen mit Ostschweizer Kantonen durchführt, stehen fest: In Bergdietikon, Brugg/Umiken, Fisibach/Kaiserstuhl, Muhen, Muri und Rietheim werden ab Schuljahr 2003/04 Schulversuche starten. Eine Elternumfrage in den vorgesehenen Gemeinden hat gezeigt, dass die Einstellung der Eltern zum Schulversuch positiv ist.
Der Schulversuch Grundstufe/Basisstufe soll zeigen, ob der Kindergarten und die ersten Schuljahre inklusive Einschulungsklasse zu einer neuen Stufe im Bildungswesen zusammengeführt werden können. Die Grundstufe verbindet Kindergarten und die erste Primarklasse zu einer gemeinsamen Stufe, die Basisstufe umfasst den Kindergarten, die erste und zweite Primarklasse. Sowohl Grund- als auch Basisstufe sind altersdurchmischt und verbinden spielerische mit schulischen Elementen. Je nach Reife eines Kindes kann die Einschulungszeit in 2 bis 4 Jahren (Grundstufe) oder in 3 bis 5 Jahren (Basisstufe) durchlaufen werden.
Elternumfrage zur Grund- und Basisstufe mit positivem Ergebnis
Eine Elternumfrage in den vorgesehenen Gemeinden hat gezeigt, dass die Einstellung der Eltern zur Grund- und Basisstufe positiv ist. Das heutige Schulsystem wird nicht als ungenügend beurteilt, doch werden vom Versuch bessere Lösungen für den Übergang von Kindergarten zur Schule erwartet. Die Eltern unterstützen den Schulversuch und würden die Einführung einer Grund- oder Basisstufe ohne Schulversuch nicht begrüssen. Es wird geschätzt, dass an der Grund- und Basisstufe individuelles Lernen möglich ist. Bei der Frage zum bevorzugten Schulmodell kommt zum Ausdruck, dass nur 27% der Eltern die heutige Schulstruktur bevorzugen. 44% wünschen die Grundstufe, 18% die Basisstufe, 7% können sich beide Modelle vorstellen, 2% der Eltern können mit allem leben und lediglich 2% haben die Frage nicht beantwortet.
Wahl der Gemeinden für den Schulversuch
Mehr als 600 Personen liessen sich an einer Informationsveranstaltung Ende September 2002 in Aarau über die Rahmenvorgaben und das Anmeldeverfahren informieren. Das Interesse an den Schulversuchen war gross. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung haben rund zwanzig Gemeinden Kontakt mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) aufgenommen, weil sie weitere Informationen brauchten oder die Elternumfrage bestellten. Das Departement hat die Gemeinden beratend unterstützt, sechs Schulen mit insgesamt dreizehn Klassen wurden in der Folge für die Mitarbeit im Schulversuch ausgewählt. Mit zwei weiteren Gemeinden ist das BKS noch im Gespräch. Die Zusammensetzung der teilnehmenden Gemeinden ergibt eine gute Durchmischung von Regionen (5 Bezirke) und Gemeindegrössen.
Die teilnehmenden Lehrpersonen werden auf ihre anspruchsvolle Tätigkeit vorbereitet und während des Schulversuches laufend weitergebildet. Die Weiterbildung wird zusammen mit der Fachhochschule Aargau Pädagogik, Weiterbildung durchgeführt.Vorreiterrolle des Kantons Aargau
Mit dem Projektstart bereits im nächsten Schuljahr nimmt der Aargau eine Vorreiterrolle ein. In acht weiteren Kantonen sind ebenfalls Versuche in Planung, deren Start ist erst aufs Schuljahr 2004/05 vorgesehen. Lediglich an einer Zürcher und an einer Berner Privatschule laufen bereits ähnliche Schulversuche.