Geldstrafe und Busse für Spanner-Filmer von Wohlen (Nachtrag)
Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat den Mann, der vergangenen Sommer in der Region Wohlen heimlich junge Frauen gefilmt und das Material auf eine Porno-Seite gestellt hatte, per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe und 4000 Franken Busse bestraft.
Der Mann hatte 2014 während mehrerer Monate in der Umgebung von Wohlen heimlich knapp bekleidete jungen Frauen gefilmt und dutzende dieser Videos auf eine Porno-Website hochgeladen. Er konnte im November 2014 von der Kantonspolizei Aargau ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten eröffnete daraufhin eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Ehrverletzung/übler Nachrede. Die Staatsanwaltschaft konnte dem 34-jährigen Italiener aus der Region Wohlen alle 16 angezeigten Fälle nachweisen. Der Beschuldigte ist vollumfänglich geständig.
Rufschädigend und ehrverletzend
Bei den heimlichen Filmaufnahmen - unter anderem im Freibad Wohlen - konzentrierte sich der Beschuldigte bei den knapp bekleideten jungen Frauen vor allem auf den Brust-, Po- und Genitalbereich. Zu Hause bearbeitete er die Aufnahmen und stellte sie auf eine Porno-Webseite. Dadurch suggerierte der Beschuldigten einer breiten Masse von unbekannten Porno-Konsumenten, die betroffenen jungen Frauen würden sich im Umfeld dieses schlüpfrigen Milieus bewegen. Die jungen Frauen wurden dadurch in deren Ruf geschädigt und in der Ehre verletzt.
Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten bestrafte den Beschuldigten wegen mehrfacher Ehrverletzung/übler Nachrede per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen abzüglich zweier Tage Untersuchungshaft. Weiter wurde der Beschuldigte mit einer Busse von 4000 Franken bestraft. Der Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig.