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Fünf Werk- und drei Förderbeiträge Bildende Kunst und Performance

Im Rahmen der Auswahl 17, der Jahresausstellung der Aargauer Künstlerinnen und Künstler im Aargauer Kunsthaus, spricht das Aargauer Kuratorium seine Werk- und Förderbeiträge.

Von den gesamthaft 190 Eingaben für die Jahresausstellung bewarben sich 78 gleichzeitig auch für einen Werk- oder Förderbeitrag beim Aargauer Kuratorium. 20 eingebende Künstlerinnen und Künstler schafften die Aufnahme in die Ausstellung. Für insgesamt acht künstlerische Positionen beantragte die Kuratoriumsjury fünf Werkbeiträge von je CHF 30'000 und drei Förderbeiträge von je CHF 10'000. Die prämierten Künstlerinnen und Künstler sind zwischen 31 und 61 Jahre alt. Die geförderten Positionen repräsentieren ein weites Spektrum künstlerischer Ausdrucksmittel, welches von Malerei, Mischtechnik über Skulptur bis hin zu Installation und Video reicht.

An der Vernissage der Auswahl 17 im Aargauer Kunsthaus am 1. Dezember 2017 überreicht das Aargauer Kuratorium die Werk- und Förderbeiträge an die folgenden Künstlerinnen und Künstler:

Werkbeiträge in der Höhe von CHF 30'000:

  • Hans-Rudolf Fitze, Wyssachen
  • Philippe Fretz, Genf
  • Raphael Linsi, Brittnau
  • Claudia & Julia Müller, Basel
  • Gabriel Studerus & Julia Geröcs, Zürich

Förderbeiträge in der Höhe von CHF 10'000:

  • Marianne Halter & Mario Marchisella, Zürich
  • Simone Holliger, Genf
  • Stefan Sulzer, Zürich

Hans-Rudolf Fitze, Wyssachen, überrascht mit einer Malerei, welche einen wohltuend eigenständigen Ausdruck in Bildfindung und Malweise bewahrt hat. Philippe Fretz, Genf, präsentiert ein Triptychon mit dem Titel "Jerusalem", das in klassischer Malerei aktuelle Fragen zur Weltwahrnehmung thematisiert. Raphael Linsi, Brittnau, verortet seine 2-teilige Installation "Hundespaziergang I (Torstrasse)" im Kontext der Kunstgeschichte. Das Künstlerinnenpaar Claudia & Julia Müller, Basel, entwickelt seine künstlerischen Mittel und Ausdrucksweisen mithilfe einer fortwährenden Serie in Mischtechnik auf Leinwand weiter. "Wie kommt man zur Kunst" fragen Gabriel Studerus & Julia Geröcs, Zürich, in ihrer sorgfältig und klar konzipierten Rauminstallation, während das Künstlerduo Marianne Halter & Mario Marchisella, Zürich, in ihrer Videoinstallation kritische Fragen zur Bedrohung durch das Gebaren der westlichen Zivilisation stellt. Simone Holliger, Genf, dringt mit ihrer Materialforschung, in der das Papier nicht mehr als Bildträger, sondern als Baumaterial für die plastische Arbeit dient, in neue Felder vor. Mit der filmischen Arbeit "Unausgesprochen (Unspoken)" von Stefan Sulzer, Zürich, wird eine weitere Videoarbeit, die Fragen nach offizieller und persönlicher Schuld stellt, mit einem Förderbeitrag ausgezeichnet.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport