Freiwillige machen zusätzliche Angebote möglich
Rund 50 Museumsfreiwillige von 17 bis 76 Jahren haben dem Museum Aargau in der vergangenen Saison ihre wertvolle Zeit und Kraft gespendet. Mit vielfältigen Auftritten auf den Schlössern Lenzburg und Hallwyl und in der Bauhütte der Klosterkirche Königsfelden haben sie das Vermittlungsprogramm tatkräftig unterstützt. Dass solche Zeitgeschenke auch für die Museumsfreiwilligen als persönliche Bereicherung empfunden werden, beweist das anhaltende Interesse am Freiwilligenprogramm. Zum internationalen Tag der Freiwilligen zieht das Museum Aargau eine positive Bilanz.
Mit dem Slogan "Freiwillige machen's möglich" auf ihrem Namensschild, einem freundlichen Lächeln und manchmal sogar mit einem erfrischenden Trank empfingen in der vergangenen Saison freiwillige Gastgeberinnen die Besucher/innen auf den Schlössern Lenzburg und Hallwyl. Andere Museums-Freiwillige legten bei Grossanlässen wie Hof- oder Mosttagen tatkräftig Hand an beim Erbsenmus-Rühren, bei den Ateliers für Kinder oder beispielsweise einem Stand, wo sich Kinder in alte Kostümen stürzen konnten.
Im Kostüm zum Schlossherrn
Museumsfreiwillige traten auch in historischen Gewändern auf und stellten so ehemalige Schlossbewohner oder eifrige Mägde dar. Andere betreuten die Feuerstelle im Schlosshof, erweckten die mittelalterliche Küche zu neuem Leben, luden zum Bogenschiessen, zum Brötliteigkneten oder zum Schreiben mit Feder und Tinte ein. Solche Mitmach-Aktionen kamen beim Publikum sehr gut an und unterstützen das Museum Aargau in seiner erklärten Absicht, "Geschichte am Schauplatz erlebbar zu machen".Zwei besondere Höhepunkte in der Darstellung von Schlossgeschichte(n) waren die Theaterszenen im historischen Kontext. "Eine Bauchgeschichte" öffnete ein Zeitfenster in das bewegte Leben der ehemaligen Schlossherrin Franziska Romana von Hallwyl. Im Gefängnis auf der Lenzburg erlebten Besucher/innen den Ablauf einer original überlieferten Gerichtsverhandlung aus dem 18. Jahrhundert.
Ausbau der Einsätze im 2011
Wertschätzung und Anerkennung freiwilliger Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts. Im kommenden Jahr wird diese auch auf lokaler bis internationaler Ebene noch verstärkt propagiert, ist 2011 doch das europäische Freiwilligenjahr. Verschiedene Aktionen und Anlässe sind in Vorbereitung. "Aargauerinnen und Aargauer mit einem Herz für Museen, Menschen und Kultur sind im Museum Aargau auch an den Standorten Schloss Wildegg und im Kloster Königsfelden herzlich willkommen", erklärt Eva Roth-Kleiner, Leiterin des Freiwilligenprogramms im Museum Aargau.
Infos unter www.museumaargau.ch
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