Französisch in der Primarschule soll nach dem Willen der BKS im Schuljahr 2010/11 eingeführt werden.
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Nach dem erfolgreichen Start von Englisch in der 3. Klasse sollen die Kinder auch im Aargau bald eine zweite Fremdsprache erlernen können.
Grossen Wert legt die Kommission auf die gute Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen. Im Weiteren erteilt die Kommission BKS dem Regierungsrat den Auftrag, dem Parlament aufzuzeigen, wie der Fremdsprachenunterricht (Englisch und Französisch) ab 2014/15 an den weiterführenden Schulen verstärkt werden kann.
Schon in der Vernehmlassung haben sich Parteien und Verbände mit grosser Mehrheit für die Vorverlegung des Französischunterrichts vom 6. ins 5. Schuljahr ausgesprochen. Damit wird der Aargau freiwillig schon 2010 die interkantonale Vereinbarung zur Harmonisierung der obligatorischen Schule erfüllen, die das Erlernen von Englisch plus einer zweiten Sprache (Landessprache) ab der Primarschule vorsieht.
Die drei Lektionen Französisch werden zusätzlich zum heutigen Stundenplan angeboten. Bisher standen die 5.-Klässler mit 25 Lektionen im Vergleich zu andern Kantonen im unteren Bereich der Stundendotation, mit Englisch und Französisch werden sie auf 30 Lektionen kommen. Der Schweizer Durchschnitt ist bei 31 Lektionen.
Entscheidend für den Erfolg des Fremdsprachenunterrichts ist die Ausbildung der Lehrpersonen. Die Kommission nimmt erfreut zur Kenntnis, dass sich viele motivierte Lehrkräfte für die Aus- und Weiterbildung für Französischunterricht interessieren. Das zeigt, dass diese Neuerung für die Lehrerschaft keine zu grosse zusätzliche Belastung darstellt.
Das Anforderungsprofil für das Erteilen von Unterricht umfasst wie im Englisch das Sprachniveau C1, einen dreiwöchigen Sprachaufenthalt und einen Fachdidaktik-Kurs.
Dem Grossen Rat wird ein Kredit von rund 13,5 Mio. Fr. für die Einführung des Französischunterrichts beantragt. Damit wird hauptsächlich die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen finanziert. Die Kommission stimmt diesem Antrag mehrheitlich zu.
Allerdings soll diese Investition in die Fremdsprachenkenntnisse nach der obligatorischen Schulzeit nicht verpuffen. Darum gibt die Kommission BKS dem Regierungsrat einstimmig den Auftrag, dem Parlament aufzuzeigen, wie der Fremdsprachenunterricht (Englisch und Französisch) ab 2014/15 an den weiterführenden Schulen verstärkt werden kann. Beispielsweise:
a) an allen aargauischen Berufsschulen mit Immersionsunterricht
b) an den Kantonsschulen durch eine trilinguale Maturität.
Damit will die Kommission allen Jugendlichen die Chance geben, die in unserem Land wichtige Sprachenkompetenz auch auf der Sekundarstufe II zu erhöhen.