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Fortschritte bei der Verkehrssanierung im Oberwynental :
Einigung mit dem Bund über die Kostenteilung

Nur neun Monate nach dem Auftrag des Grossen Rates liegt das auf etwa die Hälfte redimensionierte Bauprojekt für die WSB-Verlegung bereits vor und ist die Kostenteilung mit dem Bund festgelegt. Das Baudepartement dankt allen Beteiligten für ihre Unterstützung.

Der Grosse Rat hat im vergangenen Jahr das neue Konzept für die Verkehrssanierung im Oberwynental beschlossen und des Baudepartement beauftragt, das 1990 beschlossene und 1991 aufgelegte Projekt zu redimensionieren.

Die WSB-Verlegung Reinach-Menziken steht im Einklang mit der Verkehrspolitik des Bundes und dem aargauischen Richtplan: Der öffentliche Verkehr vom Zentrum Reinach-Menziken nach Aarau und zu den Schnellzughalten auf der Achse Bern-Zürich wird attraktiver. Mit der Beibehaltung der Güterbedienung auf der Schiene verkehren keine zusätzlichen Lastwagen auf der Strasse und das Oberwynental bleibt ein gut erschlossener Industriestandort.

Bereits seit dem Frühling 1997, parallel zur Konzeptbearbeitung, erfolgte die Projektredimensionierung unter der Leitung einer Behördendelegation mit Vorsitz des Vorstehers des Baudepartementes (Dr. Thomas Pfisterer, Regierungsrat), in der die Gemeinden Reinach (Martin Heiz, Gemeindeammann) und Menziken (Hans Marti, Gemeindeammann), der Regionalplanungsverband (Maurice Perrinjaquet, Präsident), die WSB (Jakob Heer, Direktor) und die SBB (Markus Barth) vertreten sind. Das Projekt sieht die Aufhebung der SBB-Linie und die Verlegung der WSB auf das SBB-Trassee vor. Es umfasst in Reinach die Anpassung der Haltestelle Unterdorf, eine neue Haltestelle Mitteldorf beim Saalbau und die Station Reinach mit einem neuen Stationsgebäude. Die Endstation Menziken ist mit einer kombinierten Halle überdacht, welche zugleich als Remise für die WSB-Züge dient. Die Anpassungen der Gemeindestrassen sind auf ein Minimum reduziert. Für den Güterverkehr sind in Reinach und Menziken Gleisanlagen und Umschlagplätze vorgesehen. In Suhr soll ein SBB-Gleis ergänzt und die WSB-Gütergleiskurve gestreckt werden.

Die Kosten für das redimensionierte Projekt betragen 39.4 Mio. Fr. Dazu kommen für die Aufrechterhaltung des Güterverkehrs 5.8 Mio. Fr. und für die bisherigen Aufwendungen 2.2 Mio. Fr. Von den gesamten Kosten übernimmt der Bund ca. 33.3 Mio. Fr., der Kanton hat 10.8 Mio. Fr. zu finanzieren und den Rest müssen die Gemeinden Reinach (2.0 Mio. Fr.) und Menziken (1.3 Mio. Fr.) tragen. Bereits Ende September 1997 konnte das überarbeitete Projekt dem Bund zur Vorbeurteilung der Kostenteilung zugestellt werden. Nach mehreren Verhandlungsrunden konnte mit dem Bund in den letzten Wochen eine Einigung über die Kostenteilung erzielt werden. Offen ist noch die Regelung des Landerwerbs für das Gleisareal.

Der Regierungsrat hat das Projekt nun zur Anhörung freigegeben. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich vom 22. Juni bis 10. Juli 1998 beim Baudepartement über das Vorhaben zu orientieren und sich während dieser Frist schriftlich dazu zu äussern. Danach wird das Projekt dem Grossen Rat vorgelegt. Die Orientierungsversammlung und die öffentliche Auflage finden voraussichtlich im Spätherbst statt.

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