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Feuerbrandkontrolleure sind unterwegs :
In diesem Jahr noch kein Feuerbrand-Fall aufgetreten

In diesen Tagen sind die Feuerbrandkontrolleure der Aargauer Gemeinden unterwegs. Vorrangig wird die Umgebung von registrierten Schutzobjekten kontrolliert. Im Kanton Aargau sind in diesem Jahr noch keine Fälle von Feuerbrand aufgetreten.

Von Ende Juni bis Mitte September 2005 finden in allen Aargauer Gemeinden Kontrollen gegen die gefährliche Bakterienkrankheit Feuerbrand statt. Die vom Kanton ausgebildeten Gemeindekontrolleurinnen und -kontrolleure suchen Hausgärten, Hochstammbäume, Büsche, Hecken sowie Waldränder auf allenfalls vorhandene Feuerbrandsymptome ab. Damit auch verborgene Pflanzen besichtigt werden können, ist es wichtig, den Verantwortlichen freien Zugang zu den privaten Grundstücken zu gewähren.

Gemäss regierungsrätlichem Bekämpfungskonzept werden in erster Priorität die Umgebung von Schutzobjekten sowie letztjährige Befallsherde kontrolliert. In zweiter Priorität werden Gebiete mit vielen Wirtspflanzen des Feuerbrandes überwacht. Ein Befall trat letztes Jahr nur in den Gemeinden Beinwil am See, Kirchleerau und Reinach auf.

Aktuell sind 152 Schutzobjekte wie Baumschulen, Kernobstanlagen oder besonders wertvolle Hochstammwiesen registriert. 500 Meter um diese Objekte ist das Neuanpflanzen von Weissdorn verboten, welcher auf Feuerbrand sehr anfällig ist. Besitzerinnen und Besitzer von Schutzobjekten haben sich verpflichtet, ihr Objekt und dessen Umkreis von 250 Meter mindestens zweimal jährlich auf Feuerbrandbefall zu kontrollieren.

Die Objekte mit dem Anpflanzverbot für Weissdorn können unter www.feuerbrand-ag.ch oder auf der Gemeinde eingesehen werden.

Feuerbrand in der Ostschweiz und im Kanton Luzern

Wie wichtig Prävention und Kontrolle bei der Bakterienkrankheit Feuerbrand ist, zeigen aktuelle Befallsbilder aus der Ostschweiz und dem Kanton Luzern. Laut Experten sind dort mehr als 80 Kernobstanlagen von der Krankheit betroffen. Über 25'000 Bäume mussten gerodet werden, davon mehr als 500 ökologisch wertvolle Hochstämme. Im Kanton Aargau sind in diesem Jahr noch keine Fälle von Feuerbrand aufgetreten. Ein Befallsverdacht muss der zuständigen Gemeinde gemeldet werden.

Feuerbrand ist eine gefährliche Pflanzenkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Grosse Schäden können in Obstanlagen, Baumschulen und Hochstammobstgärten entstehen. Wild- und Ziergehölze tragen als Infektionsquellen wesentlich zur Ausbreitung der Krankheit bei. Für Cotoneaster und Lorbeermispel besteht seit 1. Mai 2002 ein nationales Produktions- und Neuanpflanzverbot. Die Zierpflanzen Feuerdorn, Feuerbusch/Scheinquitte, Mispel und Wollmispel dürfen im Aargau nicht mehr produziert und seit dem 1. Mai 2004 nicht mehr angepflanzt werden.

  • Departement Finanzen und Ressourcen