Feuerbrand: Letzte Kontrollen sind wichtig
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Bakterienkrankheit in 90 Gemeinden entdeckt
In 90 Aargauer Gemeinden wurde die gefährliche Bakterienkrankheit Feuerbrand bis heute entdeckt. In über 1'000 Grundstücken mussten befallene Pflanzen gerodet werden. Die meldepflichtige Krankheit kann in jeder Gemeinde und jedem Garten auftreten. Jetzt gilt es, die letzte Chance vor Beginn der Herbstverfärbung zu nutzen, damit der Feuerbrand nicht überwintern kann.
Auf Empfehlung der Task Force Feuerbrand Aargau respektive auf Anordnung des Regierungsrates wurde in allen Aargauer Gemeinden die Feuerbrand Überwachungs- und Kontrolltätigkeit verstärkt. So werden alle Quittenbäume nochmals kontrolliert sowie Schwerpunktkontrollen auf die anfälligen Cotoneaster-Böschungen und Weissdorn-Sträucher lanciert. In Gemeinden mit stärkerem Befall wird eine flächendeckende Nachkontrolle auf allen Wirtspflanzen durchgeführt.
Letzte Kontrollen / Meldepflicht
Der kantonale Pflanzenschutzdienst an der Liebegg ruft alle Aargauerinnen und Aargauer weiterhin auf, verdächtige Pflanzen zu markieren und den Verdachtsfall umgehend der Feuerbrandverantwortlichen Person der Gemeinde (siehe www.feuerbrand-ag.ch) zu melden. Wichtig ist, dass vom Feuerbrand befallene Pflanzen nicht überwintern. Sie könnten sonst im nächsten Frühling unbemerkt als Primärherd eine ganze Region verseuchen.
1'000 Grundstücke von Rodungen betroffen
Im Kanton Aargau sind bis heute in 90 Gemeinden Feuerbrand-Befallsherde entdeckt worden (Details siehe unter www.feuerbrand-ag.ch). Betroffen sind über 1'000 Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer mit einer oder mehreren befallenen Pflanzen. Gegen 1'000 Hochstammbäume, mehrere hundert Quittenbäume, Zier- und Wildpflanzen mussten bisher verbrannt werden. Zusätzlich sind über 40 Obstanlagen und mehrere Baumschulquartiere betroffen. Laut Matthias Müller, Leiter des Kant. Pflanzenschutzdienstes am landw. Zentrum Liebegg, wird der stärkste Befallsdruck im südlichen Kantonsteil, vorab im Bezirk Zofingen und gebietsweise im Freiamt und Seetal, lokalisiert. Weitere Einzelherde können in jeder Aargauer Gemeinde auftreten.
Quitten und Weissdorn mit Befall
Bei den Apfel- und Birnbäumen scheint sich die Befallslage zu stabilisieren. Laufend werden aber Quittenbäume, Weissdorn-Sträucher und Cotoneaster-Böschungen mit Befall entdeckt und müssen gerodet werden. Eine Ansteckung mit Feuerbrand ist laut Matthias Müller auch im Herbst noch möglich, sei es über Nachzüglerblüten, Menschen (Schnittwerkzeuge, mangelnde Hygiene) oder unverholzte Triebe.