Familien in Krisen wirkungsvoll unterstützen
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Hometreatment Organisation schliesst Lücke im Kanton Aargau
Wenn es in Familien kriselt, sollen sie in einem frühen Stadium begleitet und unterstützt werden: Das ist das Ziel der Hometreatment Organisation (HTO), die ihre Arbeit Anfang November 2011 aufgenommen hat.
Zwar gibt es auch im Kanton Aargau zahlreiche Stellen, die sich in den Bereichen der Sozialhilfe, des Vormundschafts- beziehungsweise Kindes- und Erwachsenenschutzrechts sowie der Betreuung mit der Begleitung von Familien befassen. Bisher besteht jedoch keine Koordination zwischen den unterschiedlichen Institutionen. An diesem Punkt setzt das Pilotprojekt Hometreatment Aargau (HotA) an: Es triagiert und koordiniert die verschiedenen Angebote und befasst sich aus ärztlicher und psychosozialer Sicht mit der Etablierung der aufsuchenden Familienbegleitung. Dabei handelt es sich um ein Angebot, das in der Mehrzahl der Fälle auf freiwilliger Basis zur Anwendung kommt und eine grosse Lücke in der heutigen Beratungspalette schliesst. Im Zentrum steht dabei stets das Kindeswohl.
Nutzen für Familien und Gesellschaft
Initiiert worden ist das Pilotprojekt HotA von Regula Berchtold, Christine Neher Braun und Dr. med. Philipp Hauser. Sie haben HotA nach der erfolgreichen Vorprojektphase Anfang November 2011 in die Projektphase überführt. Damit können Familien in einem frühen Stadium von familiären Krisen begleitet und unterstützt werden. Die gemeinnützige GmbH HTO mit Sitz in Aarau (Bahnhofstrasse 57) unter der Leitung von Berchtold und Hauser verfügt über ein grosses Netz qualifizierter Fachleute für den Einsatz in der aufsuchenden Familienhilfe sowie der kompetenzorientierten und sozialpädagogischen Familienbegleitung. Die situationsgerechte und rechtzeitige Unterstützung von Familien durch professionelle Beratung und Begleitung hat dabei nicht nur einen konkreten Nutzen für die betroffenen Eltern und Kinder, sondern sorgt dank der Minimierung der Risiken beziehungsweise der Erhaltung der Familiensysteme in massiven Konfliktsituationen auch für Kosteneinsparungen.
Projekt wird wissenschaftlich begleitet
Der Regierungsrat hat für das Pilotprojekt HotA einen einmaligen Kredit von 2,04 Millionen Franken zulasten des Swisslos-Fonds beschlossen und das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) beauftragt, das Projekt zu begleiten. Das Projekt wird neben dem Beitrag aus dem Swisslos-Fonds durch Beiträge der Krankenkassen sowie durch Sponsoring finanziert. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Erkenntnisse werden Aufschluss darüber geben, ob und wie die aufsuchende Familienbegleitung künftig im Kanton Aargau etabliert werden soll. Gleichzeitig wird das Projekt im Verhältnis zu anderen familienpolitischen Massnahmen evaluiert.