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"Es ist gut einmal zu sehen, wie es die Nachbarn machen" :
Österreichischer Bundeskanzler Werner Faymann informierte sich im Kanton Aargau über das schweizerische Steuersystem

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann liess sich heute Freitag in Aarau von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und dem Aargauer Landammann Roland Brogli über das Funktionieren der Vermögenssteuer informieren. In Aarau wurde ihm ein ehrenprotokollarischer Empfang bereitet.

Das Interesse der Delegation aus dem Nachbarland galt vor allem der Organisation des schweizerischen Steuerwesens sowie dem fiskalpolitischen Zusammenspiel zwischen Bund und Kantonen. Im Fokus stand insbesondere die Vermögenssteuer. Landammann Roland Brogli, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, und Dave Siegrist, Leiter des kantonalen Steueramts, erläuterten den hochrangigen Gästen in einem Arbeitsgespräch den Aufbau und das Funktionieren dieser kantonalen Steuer. In der Diskussion interessierten vor allem konkrete Aspekte, wie das Vorgehen bei der Veranlagung, die Kontrollmechanismen oder der zur Erhebung der Vermögenssteuer benötigte Aufwand. Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich beeindruckt vom schweizerischen und aargauischen Steuersystem. Er freute sich über den offenen und fruchtbaren Erfahrungsaustausch und betonte, "es ist gut einmal zu sehen, wie es die Nachbarn machen."

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf legte dar, wie die Vermögenssteuer ins schweizerische Steuersystem eingebettet ist und erklärte, dass der Informationsbesuch von Bundeskanzler Faymann im Kanton Aargau folgerichtig sei, da es sich um eine kantonale Steuer handle.

Vor den Medien würdigte Bundeskanzler Werner Faymann die guten Beziehungen zur Schweiz und betonte, wie wichtig solche Kontakte für das Funktionieren des Zusammenlebens in Europa seien. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wies darauf hin, dass das Steuerwesen, welches die Ebenen Eidgenossenschaft, Kanton und Gemeinde umfasse, ein gutes Beispiel für das Funktionieren des Föderalismus sei. Landammann Roland Brogli zeigte sich überzeugt, dass der Steuerwettbewerb im richtigen Masse unter den Kantonen ein wichtiger volkswirtschaftlicher Erfolgsfaktor sei.

Bundeskanzler Werner Faymann wurde am Morgen auf dem Flughafen Zürich von Landstatthalter Urs Hofmann und Staatschreiber Peter Grünenfelder abgeholt und in einem Konvoi nach Aarau begleitet. Hier wurde der Delegation von Landammann Roland Brogli und Bundesrätin Widmer-Schlumpf ein ehrenprotokollarischer Empfang geboten. Bundeskanzler Faymann schritt zusammen mit ihnen auf dem roten Teppich die Ehrengarde der Kantonspolizei Aargau ab. Zum Schluss der Begrüssungszeremonie intonierte das Spiel der Kantonspolizei Aargau die Landeshymnen Österreichs und der Schweiz. Bundeskanzler Faymann und seine Delegation kehrten nach dem Besuch im Aargau nach Wien zurück. Im Gepäck hatte der österreichische Regierungschef dabei auch das Geschenk der Aargauer Regierung: Der Bundeskanzler ist ein begeisterter Alpinist und erhielt deshalb eine Bergsteigerausrüstung vom Aargauer Outdoor-Unternehmen "Mammut" geschenkt.

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