Es geht vorwärts am Baregg
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Baudepartement informiert Direktbetroffene
Der Kanton Aargau will die Situation am Baregg verbessern. Das Kernstück der Beseitigung des Engpasses bildet die dritte Tunnelröhre. Das Baudepartement diskutiert darüber mit Direktbetroffenen und Organisationen.
Das Baudepartement sucht den Dialog mit den direktbetroffenen Nachbarn und nach Gesetz legitimierten Organisationen - auch oder gerade, weil der Bau der dritten Röhre politisch beschlossen ist und nur noch sehr beschränkt Einsprache erhoben werden kann. Nachdem anfangs Juni das Projekt politischen Gruppierungen und Verbänden vorgestellt worden war, hat das Baudepartement erstmals am Dienstag Anwohnerinnen und Anwohner der kommenden "Baustelle dritte Röhre" detailliert über das Vorhaben orientiert und ihre Anregungen entgegengenommen. Anfangs September ist eine weitere Diskussionsrunde vorgesehen.
Der Bareggtunnel weist eine so hohe Verkehrsdichte wie kaum ein anderer Nationalstrassenabschnitt auf; er kann das tägliche Verkehrsvolumen nicht mehr verkraften. Kilometerlange Staus, ein erhöhtes Unfallrisiko und volkswirtschaftlich bedeutende Kosten sind die Folgen. Der 1,1 km lange Bareggtunnel weist in den Spitzenzeiten am Morgen und Abend eine Verkehrsdichte auf, die so extrem auf keinem anderen Nationalstrassenabschnitt zu finden ist. Schon 1997 wurde der Grenzwert des stabilen Verkehrsflusses von 3 600 Fahrzeugen pro Stunde rund 700 mal überschritten. Rund 90 000 Fahrzeuge - mit Spitzen bis zu 100 000 Fahrzeugen - benützen jeden Tag den Bareggtunnel - sechsmal mehr als im Eröffnungsjahr 1970. Diese Staus führen zu Unfällen und reduzieren generell die Sicherheit, erhöhen die Luftschadstoffbelastung und sind volkswirtschaftlich teuer.
Bundesrat, Grosser Rat und Regierungsrat haben die Projektierung einer dritten Röhre politisch definitiv beschlossen. Das Baudepartement will das Projekt im Spätherbst dieses Jahres auflegen, danach zügig vorantreiben und den Bau bis 2005 abschliessen. Die neue Röhre - mit drei Fahrstreifen Richtung Bern - und die bestehenden beiden Röhren - mit vier Streifen Richtung Zürich - werden den Engpass beseitigen.