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Erstes SIL-Koordinationsgespräch :
Wichtiger Schritt in der Sachplanung für den Flughafen Zürich

Am gestrigen Koordinationsgespräch zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) wurden als erster Schritt in der Planung des zukünftigen Betriebs des Flughafens Zürich die Grundlagen für die Erarbeitung der Flugbetriebsvarianten diskutiert. Im Zentrum stand dabei die Planungsvorgabe hinsichtlich der Anzahl Flugbewegungen. Die vorgelegte Nachfrageprognose und die Annahme einer engpassfreien Entwicklung müssen noch vertieft überprüft werden.

Mit dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt werden wichtige Weichen für den zukünftigen Betrieb des Flughafens Zürich gestellt. Am gestrigen Koordinationsgespräch unter der Leitung des Chefs des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) nahmen die zuständigen Regierungsräte des Kantons Zürich, der betroffenen Nachbarkantone Aargau und Schaffhausen, der CEO des Flughafens sowie Vertreter der Skyguide und der involvierten Bundesstellen teil. Als Vorgabe für die weitere Planung wurden dabei insbesondere eine von einem Münchner Institut erarbeitete Nachfrageprognose sowie die Kapazitätseckwerte zum zukünftigen Betrieb diskutiert.

Die Studie bestätigt die Aussagen der Aargauer Regierung, dass der Flughafen für den Aargau eine wichtige Bedeutung hat und Standortvorteile generiert. Der Regierungsrat unterstützt ein Wachstum des Flughafens, welches sich an Qualitätskriterien, wie beispielsweise der Wertschöpfung der Wirtschaftsregion Zürich-Aargau orientiert.

Dass der Verkehr des Flughafens Zürich zunehmen wird, bestätigt die Studie. Die Nachfrageprognose geht von einer engpassfreien Entwicklung aus und rechnet mit einem Verkehrsvolumen von jährlich 400'000 Flugbewegungen bis 2020 und 450'000 Flugbewegungen 2030. Dieses Szenario beruht auf einer stetig steigenden Nachfrage und auf einem nicht behinderten Wachstum. Die Vorgaben müssen in den nächsten Wochen unter dem Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung des Flughafens hinterfragt werden. Insbesondere sind die Einflüsse der Umfeldentwicklung und deren Gewichtung zu überprüfen. Ausgehend davon sind aus Aargauer Sicht weitere Szenarien zu entwickeln. Diese Vorgaben werden im Verlaufe des SIL-Prozesses aufgenommen. Die zentrale Frage des Baus einer Parallelpiste ist beim jetzigen Stand des Verfahrens noch nicht zu entscheiden.

Aus Sicht des Kantons Aargau kann das Koordinationsgespräch positiv beurteilt werden. Die insgesamt konstruktive Haltung der Gesprächsteilnehmenden und die seriöse Erarbeitung der Grundlagen bilden eine gute Ausgangslage für die weitere Planung. Der Einbezug der Nachbarkantone muss eng erfolgen, damit die Sachfragen in einem früheren Stadium beurteilt und bewertet werden können.

Die Betroffenheit der Aargauer Bevölkerung kann heute noch nicht beurteilt werden, da die Betriebsvarianten mit den An- und Abflugrouten erst in einem nächsten Schritt erarbeitet werden. Der Kanton Aargau hat nun Gelegenheit, zu den vorgelegten Grundlagen differenziert Stellung zu nehmen. Er wird seine Anliegen auch in den weiteren Verfahrensschritten einbringen.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt