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Erste Vergabe im Rahmen des Simon-Guggenheim-Förderprogramms :
Aargau ermöglicht zwei Praktika in Venedig

Der Kanton Aargau hat in diesem Jahr das "Simon-Guggenheim-Förderprogramm" ins Leben gerufen, mit dem der Kontakt zur Peggy Guggenheim Collection in Venedig vertieft wird. Die Jury hat die zwei Kunsthistorikerinnen ausgewählt, die 2007 den Arbeitsalltag im wichtigsten italienischen Museum für europäische und amerikanische Kunst des frühen 20. Jahrhunderts kennen lernen werden.

Als erste Junior Praktikantin, die neben der Arbeit der Guggenheim Collection auch die Vorbereitung der Biennale von Juli bis September 2007 erleben wird, wurde Sara Izzo von der Jury ausgewählt. Die Aarauerin studiert Kunstgeschichte, italienische Literatur und Sprache im dritten Semester an der Universität Zürich. Sie ist zudem als Vorstandsmitglied im Kunstraum Aarau aktiv.

Der zweimonatige Senior-Praktikumsplatz wird an Medea Chiabotti aus Visp vergeben. Die an der Universität Basel diplomierte Kulturmanagerin absolvierte zuvor an den Universitäten Freiburg und Wien ihr Studium der Kunstgeschichte. Im Auftrag des Aargauer Kunstvereins untersuchte sie 2005 dessen Mitgliederstruktur und erarbeitete Strategien für die Neupositionierung des Vereins.

Simon-Guggenheim-Förderprogramm

Die Peggy Guggenheim-Collection in Venedig bietet ein weltweites Praktikantennetz an, in das sich der Aargau als erster Schweizer Kanton einklinkt. Über die Vergabe der beiden Praktikumsplätze hat eine Jury aus Experten des Studienzentrums Kulturmanagement der Universität Basel, der Stiftung Gemeindegüter Neu-Lengnau, der Abteilung Kultur des Kantons Aargau und der Guggenheim Collection Venedig entschieden. Das Förderprogramm, welches ein Honorar und einen Beitrag an die Lebenskosten einschliesst, bietet eine Qualifizierungsmöglichkeit für den Museologie- und Kulturmanagementnachwuchs.

Guggenheim Collection

Die durch ihre Kunstsammlungen berühmt gewordene Familie Guggenheim hat ihre Wurzeln im aargauischen Surbtal. Mit dem Simon-Guggenheim-Förderprogramm will der Regierungsrat an den Stammvater erinnern, der 1847 seine Heimatgemeinde Lengnau verliess und nach Amerika auswanderte.

Das vorab auf drei Jahre befristete Förderprogramm stärkt die internationalen Kulturbeziehungen des Aargaus und würdigt einen seiner weltweit bekannten Bürger und die im Surbtal verwurzelte schweizerische jüdische Kultur.

Praktikum 2008

Bewerbungsschluss für ein Praktikum 2008 ist am 15. Juli 2007. Weitere Informationen unter www.ag.ch/kultur (s. Kulturförderung) und www.kulturmanagement.org.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport