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Erste Resultate der Gebäudechecks bei kantonalen Liegenschaften :
Asbestvorkommen beim Kantonsspital Aargau

Die Abteilung Immobilien Aargau des Departements Finanzen und Ressourcen erstellt derzeit einen strategischen Bericht über den Zustand der kantonalen Immobilien. Da die Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe per 1. Januar 2009 erneut verschärft worden sind, wird dieser Fragestellung besondere Beachtung geschenkt. Erste Resultate beim Haus 1 des KSA weisen Asbest in schwach gebundener Form nach. Raumluftmessungen ergaben keine Gefährdung von Personen.

Priorität bei den aktuellen Gebäudechecks haben laufende Bauvorhaben. Im KSA steht der Umbau der Station 152 im 5. Stock des Hauses 1 bevor. Bei der Schadstoffanalyse wurde in Stützen, Decken, Steigzonen und Haustechnik-Schränken Asbest in schwach gebundener Form, in unterschiedlicher Anwendung und Konzentration nachgewiesen.

Raumluftmessungen ergeben keine Gefährdung

Zur Gewährleistung von Personen- und Arbeitssicherheit wurden umgehend Raumluftmessungen auf der Station 152 sowie im gesamten Haus 1 des KSA veranlasst. Diese wurden nach den Richtlinien der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) durchgeführt. Die Resultate ergaben, dass bei keiner Messstelle Asbestfasern in der Atemluft nachgewiesen werden konnten und somit keine Personengefährdung besteht.

Fachgerechte Sanierung eingeleitet

Beim Auffinden von schwach gebundenem Asbest in Bauteilen wird vom Gesetzgeber eine Sanierung innerhalb von einem Jahr verlangt. Die fachgerechte Sanierung der Station 152 im Haus 1 des KSA wurde bereits in Auftrag gegeben. So ist sicher gestellt, dass auch während der Bauarbeiten keinerlei Asbestfasern in die Raumluft gelangen. Um die Gefährdung von Personen jederzeit auszuschliessen, werden bis auf weiteres regelmässige Raumluftmessungen durchgeführt. Die SUVA ist über die eingeleiteten Massnahmen informiert. In einem nächsten Schritt werden die übrigen Stockwerke des Haus 1 des KSA auf das Vorhandensein von Schadstoffen untersucht.

Herausforderung Asbestsanierung

Zahlreiche Gebäude in der Schweiz, die wie das Haus 1 des KSA in den Siebziegerjahren errichtet worden sind, weisen asbesthaltige Materialien auf. Bis zu deren Verbot 1990 kam das Baumaterial regelmässig zur Anwendung. Im Hochbau wurde Asbest unter anderem in Fugenmaterial, zur Wärmedämmung, als Elektroisolator oder als Brandschutzmaterial eingesetzt. Laut François Chapuis, Leiter Immobilien Aargau, hat die fachgerechte Asbestsanierung bei der Abteilung Immobilien Aargau einen wichtigen Stellenwert. So hat man in den letzten Jahren bereits verschiedene Schulgebäude wie beispielsweise die Hallerbauten in Baden und Brugg-Windisch fachgerecht saniert. Regelmässige Raumluftmessungen, transparente Information und der fachgerechte Umgang mit asbesthaltigen Baumaterialien garantieren eine Sanierung, die der Sicherheit der Liegenschaftsnutzer höchste Priorität zukommen lässt.

  • Departement Finanzen und Ressourcen