Erste Atelierjurierung des Aargauer Kuratoriums
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Das Aargauer Kuratorium hat die Aufenthalte in seinen Auslandateliers zum ersten Mal in einer bereichsübergreifenden Atelierjurierung vergeben
An der vom Aargauer Kuratorium zum ersten Mal durchgeführten Atelierjurierung bewarben sich 79 Kulturschaffende. Elf der Bereiche Bildende Kunst, Film, Jazz, Klassik, Kulturvermittlung Bildende Kunst, Kulturvermittlung Musik und Spartenübergreifende Kulturvermittlung erhalten 45 Monate Atelieraufenthalt in Berlin, London und Paris und CHF 3'000 pro Monat als Beitrag an die Lebenshaltungskosten.
Neuer Jurierungsmodus
Bis anhin vergab das Aargauer Kuratorium die Aufenthalte in seinen vier Auslandateliers immer im Rahmen der über das ganze Jahr verteilten Fachjurierungen, gleichzeitig mit den finanziellen Beiträgen das künstlerische Schaffen. 2007 konnten sich Kulturschaffende aller Sparten zum ersten Mal gleichzeitig um die begehrten Auslandaufenthalte bewerben, und die Jury konnte alle Bewerbungen gleichzeitig beurteilen und gegeneinander abwägen.
Juriert wurde in einer ersten Runde innerhalb der einzelnen Fachgruppen des Aargauer Kuratoriums, anhand eines Dossiers und zum Teil nachverlangter Arbeitsproben. Wesentlich für die Beitragssprechung war auch die schriftlich formulierte Motivation der einzelnen Kulturschaffenden für einen Auslandaufenthalt.
In der zweiten Jurierungsrunde walteten die einzelnen Fachgruppenvorsitzenden als Jurymitglieder und diskutierten fachübergreifend, welche Kandidatinnen und Kandidaten zu welchem Zeitpunkt für wie lange in eine der vier Atelierwohnungen in Berlin (zwei Ateliers), London oder Paris geschickt werden sollten.
Neue Gewichtung des Atelieraufenthalts
Mit der neuen Atelierjurierung wertet das Aargauer Kuratorium den Atelieraufenthalt bewusst auf und wird dem Wesen des Förderinstruments gerechter. Die Motivation, sich um einen finanziellen Beitrag an das künstlerische Schaffen oder einen Atelieraufenthalt im Ausland zu bewerben, kann innerhalb einer künstlerischen Entwicklung grundsätzlich verschieden sein. Eine zeitlang vertraute Strukturen aufgeben, sich neue schaffen, sich Ungewissheiten aussetzen, neue Inspiration und kreativen Freiraum suchen ist mit einem reinen Geldbeitrag meist viel weniger gut erreichbar als mit einem Aufenthalt in einem voll eingerichteten Wohnatelier in einer fremden, auch kulturell pulsierenden Stadt.
Jurybericht als PDF oder gedruckte Broschüre
Der Atelierjurybericht ist auf der Website des Aargauer Kuratoriums ab sofort als PDF-Datei verfügbar (www.ag.ch/kuratorium Publikationen). Er ist Ende Juni auch als gedruckte Publikation auf der Geschäftsstelle gratis zu beziehen.