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Ersatz der Aarebrücke in Aarau :
Generelles Projekt sollte bis Ende Jahr vorliegen

Die Aarebrücke in Aarau ist auch nach der Eröffnung der Neuen Staffeleggstrasse eine wichtige Verbindung von der Stadt in Richtung Norden und wird täglich von etwa 20'000 Fahrzeugen überquert. Ihr rund 60-jähriger Oberbau ist baulich in einem sehr schlechten Zustand und muss ersetzt werden. In einem von der Stadt Aarau und dem Kanton Aargau gemeinsam durchgeführten Wettbewerb hat sich das Projekt "Pont Neuf" als Ersatz durchgesetzt, zu dem nun das Generelle Projekt ausgearbeitet wird.

Der Brückenoberbau der Aarebrücke (ehemalige Kettenbrücke) in Aarau ist technisch in einem sehr schlechten Zustand und muss ersetzt werden. Belag sowie Fahrbahnübergänge müssen bereits heute mit kleinen Massnahmen notdürftig erhalten werden. Besorgniserregend ist vor allem die Tatsache, dass chloridbelastetes Wasser in die Brückenkonstruktion eindringt und weitere Schäden verursacht wie Betonabplatzungen wegen rostenden Bewehrungseisen. Dies könnte im Extremfall dazu führen, dass die Platte unter einer Radlast nachgibt und ein Rad durchbricht.

Die Lagerung der Brücke ist ebenfalls schadhaft. Dies zeigt sich durch Risse in den Widerlagern, die auf eine Zwängung der Brücke hinweisen. Um deren Gebrauchstauglichkeit zu gewährleisten, wird die Brücke periodisch kontrolliert. Die Sicherheit der Brücke ist zurzeit noch vollständig gewährleistet. Damit der neue Brückenoberbau aber rechtzeitig realisiert werden kann, sind die Stadt Aarau und der Kanton Aargau nun daran, den Ersatz zu planen.

Das Projekt "Pont Neuf" geht über den Ersatz des sanierungsbedürftigen Brückenoberbaus hinaus. Es verbindet die Brücke, die Brückenpfeiler, die Brückenköpfe und die beiden Ufer zu einer Einheit mit der historischen Altstadtkulisse. Die neue Brücke fügt sich in die Umgebung ein und bietet gleichzeitig die Chance zu einer Aufwertung der Uferwege.

Bis Ende 2011 soll das Generelle Projekt für den Ersatz der Aarebrücke vorliegen. Es wird aus Plänen und technischen Berichten sowie einem Kostenvoranschlag bestehen und dazu dienen, die notwendigen politischen Verfahren durchzuführen sowie die Finanzierung sicherzustellen. Anschliessend erfolgt die Ausarbeitung des detaillierten Auflageprojekts.

Die Kosten werden zwischen der Stadt Aarau und dem Kanton Aargau aufgeteilt. Der Kostenteiler ist zurzeit in Diskussion.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt