Ergebnisse der Schul- und Lehrkräftestatistik 2014/15
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Auswirkungen des neuen Schulsystems 6/3
Im Schuljahr 2014/15 ist die Zahl der Volksschülerinnen und Volksschüler insgesamt um rund 1'000 Jugendliche angestiegen. Die Anzahl Lernende wie auch Lehrkräfte auf Sekundarstufe I ist aufgrund der verkürzten Dauer von vier auf drei Jahre markant gesunken. Gegenteiliges lässt sich auf Primarstufe erkennen, die neu sechs Jahre dauert.
8'270 Lehrpersonen respektive 5'418 Vollzeitäquivalente unterrichten im Schuljahr 2014/15 insgesamt 72'553 Volksschülerinnen und Volksschüler. Die grosse Mehrheit der Kinder ist bei der Einschulung zwischen sieben und acht Jahre alt. Insgesamt schwankt das Eintrittsalter von sechs bis in wenigen Fällen neuneinhalb Altersjahren. Schülerinnen sind dabei tendenziell jünger als Schüler. Auch bei Schulabschluss sind die Schülerinnen etwas jünger, die Fremdsprachigen älter.
Typenaufstieg bei Schülerinnen häufiger
Verzögerungen der Schullaufbahn durch verspätete Einschulungen, Repetitionen und Schultypenwechsel sind deutlich häufiger als Beschleunigungen durch vorzeitige Einschulung oder Überspringen eines Schuljahres. Die Mehrheit der Repetitionen in der Oberstufe ist mit gleichzeitigem Schultypenwechsel verbunden. Die Repetitionsquote der Schülerinnen ist leicht tiefer als diejenige der Schüler (4,8 gegenüber 5,0 Prozent). Während Schüler mehrheitlich innerhalb desselben Oberstufentyps repetieren, verbinden Schülerinnen ihre Repetition weit häufiger mit einem Typenaufstieg. Dies, obwohl die Schülerinnen bereits bei Oberstufeneintritt im anspruchsmässig höchsten Typ der Bezirksschule übervertreten sind.
Rund 40 Prozent der Aargauer Jugendlichen in der Oberstufe besuchen eine Bezirksschule. Der Anteil liegt für die Schülerinnen bei 43,4 Prozent und für die Schüler bei 38,6 Prozent. Diese Prozentsätze schwanken auch regional stark.
Hoher Frauenanteil bei Lehrkräften in Kindergarten und Primarschule
Der Frauenanteil in der Volksschule ist im Kanton Aargau nach wie vor hoch. 79,4 Prozent der Lehrkräfte sind weiblich. In der Unterstufe (Kindergarten und Primarschule) liegt der Frauenanteil gar bei 89,0 Prozent. Das Geschlechterverhältnis in der Sekundarstufe I ist mit 57,8 Prozent Frauen ausgeglichener. In den Mittelschulen machen die Frauen in den jüngeren Altersklassen ebenfalls die Mehrheit aus, jedoch verändert sich dieses Bild mit zunehmendem Alter der Lehrkräfte. In den Altersklassen ab 35 Jahren sind mehr Männer als Frauen an Mittelschulen beschäftigt. Ähnlich verhält es sich bei den Lehrkräften in den Berufsfachschulen. Lehrkräfte in jüngeren Jahren sind zu etwa gleichen Teilen männlich und weiblich, ältere Lehrpersonen sind hingegen grösstenteils männlich. Bezüglich des Beschäftigungsgrads zeigt sich über alle Stufen hinweg ein ähnliches Bild: Durchschnittlich erfüllen die Lehrer ein höheres Pensum als die Lehrerinnen.