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Erfahrungen mit der neuen Matura im Aargau :
Erste Auswertungen zur Promotion und der Wahl eines Akzentfaches

Mit der Matura gemäss Maturitäts-Anerkennungsreglement (MAR) ist im Aargau auch die Promotionsordnung angepasst worden. Die Resultate nach der Probezeit des ersten Jahrganges weichen kaum von denjenigen der Vorjahre ab. Beim wählbaren Akzentfach ist Geistes- und Sozialwissenschaften mit über 30 Prozent am beliebtesten.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres gelten für die Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler neue Promotionsbedingungen. Die Studierenden müssen die Summe der Noten unter 4 mit der doppelten Summe von Noten über 4 kompensieren. Von den 835 Schülerinnen und Schülern, die im letzten August in eine erste Maturaklasse eingetreten sind, haben 45 die halbjährige Probezeit nicht bestanden, was 5.4 Prozent entspricht. Im Durchschnitt der letzten fünf Schuljahre betrug die gleiche Quote 4.9 Prozent, wobei sie zwischen 4.7 Prozent und 5.5 Prozent schwankte. Diese Zahlen zeigen, dass weder die Erwartung einer höheren Ausfallquote durch die leicht verschärften Anforderungen noch diejenige einer tieferen Ausfallquote aufgrund der neuen Bezirksschulabschlussprüfung zutreffen.

Wahl der Akzentfächer

Während der gymnasialen Grundausbildung in den ersten beiden Jahren können die Schülerinnen und Schüler mit der Wahl eines Akzentfachs einen individuellen Akzent setzen. Zur Auswahl stehen die vier Fächer Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW), Latein (L), Mathematik (M) und Moderne Sprachen (MOS). Am beliebtesten, sowohl bei den 1999 Eingetretenen als auch bei denjenigen, die sich für das Schuljahr 2000/2001 angemeldet haben, ist das Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaften: Über dreissig Prozent wählten es. 1999 folgten Mathematik und Moderne Sprachen mit je 26 Prozent. Bei den Anmeldungen fürs neue Schuljahr ergaben sich bei diesen beiden Fächern geringe Verschiebungen: MOS: 27 Prozent, M: 21 Prozent. Latein besuchen seit Sommer 1999 17 Prozent der Studierenden, 18 Prozent haben dies im neuen Schuljahr vor.

Frauenanteil bei Matura-Anmeldungen von 61 Prozent

Aufgrund der eingegangenen Anmeldungen kann für das kommende Schuljahr mit rund 820 Schülerinnen und Schülern im Maturitätslehrgang gerechnet werden. Dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber den effektiven Eintritten von 835 im Vorjahr. Bei den Anmeldungen fürs neue Schuljahr stellen die Frauen die Mehrheit (61 Prozent). Auch in drei Akzentfächern sind sie in der Mehrzahl: Bei den Modernen Sprachen mit 84 Prozent, Latein mit 70 Prozent und GSW mit 53 Prozent. Das Akzentfach Mathematik belegen indes doppelt so viele Schüler (66 Prozent) wie Schülerinnen (34 Prozent). Auffallend ist das geschlechtsspezifisch unterschiedliche Interesse, das die Akzentfächer Mathematik und Moderne Sprachen erfahren, während GSW bei beiden Geschlechtern auf grosse Beliebtheit stösst.Bei den Frauen ist MOS das beliebteste Fach (38.0 Prozent aller Frauen wählten es), gefolgt von GSW (29.8 Prozent), Latein (20.3 Prozent) und Mathematik (11.9 Prozent). Die Männer bevorzugen GSW (39.8 Prozent aller Männer wählten es), vor Mathematik (35.5 Prozent), Latein (13.6 Prozent) und MOS (11.1 Prozent). Es kann festgestellt werden, dass jedes der vier Akzentfächer dem Bedürfnis einer grösseren Zahl der Schülerinnen und Schüler entspricht und dass keines der Akzentfächer die anderen völlig dominiert. Dieser Wahlbereich macht allerdings nur knapp 10 Prozent des Unterrichts aus; das Schwergewicht der Matura-Lehrgänge liegt auf den Grundlagenfächern, die für alle Studierenden obligatorisch sind.

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