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Einweihung von Schloss Liebegg im Wynental :
Die Sanierungsarbeiten an den Hofbauten sind abgeschlossen

Nach vierjähriger Bauzeit erfolgt am 4. Juni die Übergabe der gesamten Schlossanlage Liebegg an die vor wenigen Wochen neu gebildete Trägerschaft "Verein Schloss Liebegg". Das Bauvorhaben bleibt im Rahmen der veranschlagten Kosten von 8.7 Millionen Franken.

1983 hat der Kanton das obere Schloss, Luternauhaus genannt, umfassend saniert. Die Lehramtsschule hat es daraufhin bis 1999 zur Weiterbildung genutzt. Nun ist auch das untere Schloss, bestehend aus den Hofbauten, vollständig saniert. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um die jüngeren Bauten der Schlossanlage. Der Südturm, die Scheune und das Gärtnerhaus stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. Das Wohngebäude wurde im klassizistischen Stil mit Biedermeier-Einflüssen erbaut. Der Laubentrakt ist ein Zeugnis aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Jetzt kommt neues Leben in die historischen Mauern: Die gesamte Schlossanlage soll künftig für gesellschaftliche und kulturelle Anlässe, für Sitzungen und Tagungen sowie für Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen genutzt werden.

Die Bauherrschaft hat für die Schlossverwaltung, welche für einen reibungslosen Betriebsablauf zu sorgen hat, im Gärtnerhaus neu eine Vierzimmer-Wohnung eingebaut. Treppe, Küche, Bad und neue Türen sind modern gestaltet. Die Baufachleute haben aber auch Original-Bauteile restauriert .

Die restaurierte Schlossscheune befindet sich nun wieder in ihrer ursprünglichen Form. Die verschiedenen Ein- und Dachaufbauten sind entfernt. Unter dem Dach befindet sich ein neuzeitlicher Festsaal für 120 Personen (Bankettbestuhlung); im Erdgeschoss bieten eine Cafeteria und ein Säli je zwanzig Personen Platz.

Im Wohngebäude und im Südturm hat die Bauherrschaft die originale Raumeinteilung beibehalten. Die ursprünglichen Gips-Stuckdecken, Kreuzriemenböden, Wandtäfer, Türen, Cheminées usw. wurden restauriert und die Wandflächen nach historischem Vorbild mit Handdrucktapeten tapeziert.

Im Laubentrakt entfernten die Handwerker alle späteren Einbauten samt Gewächshaus. Damit ist die ursprüngliche Bauform mit offenem Laubengang zwischen dem Wohnbau und dem neu erstellten Treppenaufgang zum Luternauhaus wieder hergestellt.

Die Umgebung ist ebenfalls neu gestaltet: Sowohl der alte Baumbestand als auch die Pflästerung entlang den Gebäuden und die Kiesplätze in Schlosshof und Vorplatz sind instandgestellt. Bei schönem Wetter kann somit der idyllische Schlosshof für Festlichkeiten aller Art genutzt werden.

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