Einnahmen 70 Millionen tiefer als budgetiert
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Staatsrechnung 1997: 90 Millionen weniger ausgegeben als vorgesehen
Der Kanton Aargau hat letztes Jahr 90 Millionen Franken weniger ausgegeben als der Grosse Rat bewilligt hatte. Gleichzeitig lagen jedoch die Einnahmen um 70 Millionen unter dem Voranschlag.
(id) Die Verwaltungsrechnung 1997 des Kantons Aargau schliesst bei Einnahmen von 3,08 Milliarden und Ausgaben von 3,15 Milliarden Franken mit einem Gesamtdefizit von 68,6 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 88 Millionen Franken, inklusive Nachtragskredite. Die Verbesserungen gegenüber dem Voranschlag 97 wurden auf der Ausgabenseite erzielt: Bewilligt waren 3,24 Milliarden, ausgegeben wurden 3,15 Milliarden, also rund 90 Millionen weniger. Das vorgesehene Nullwachstum wurde deutlich unterschritten. Budgetverbesserungen konnten vor allem beim Personal, beim Sachaufwand, bei den laufenden Beiträgen und den Tiefbauinvestitionen erzielt werden.
Ein unerwartet deutlicher Einbruch bei den Einnahmen sorgte indessen dafür, dass die Zahlen rot blieben: Die Einnahmen liegen 70 Millionen Franken unter dem Voranschlag und sanken gegenüber 1996 um fast 3 Prozent. Der erhoffte Wirtschaftsaufschwung blieb aus, entsprechend stagnierten die Steuereinnahmen. Auch die Einnahmen der Spitäler entwickelten sich nicht wie erhofft.
Die bisherigen Massnahmen zur Sanierung des Staatshaushalts in den Jahren 1993 bis 1997 haben somit gegriffen. Allerdings werden diese Erfolge wieder in Frage gestellt durch die Verschlechterung bei den Steuererträgen, die unbefriedigende Situation bei der Einnahmeentwicklung der Spitäler, neue Aufgaben im Sozialbereich und das Abschieben von Bundeslasten auf den Kanton.