Ein weiterer Schritt zur Umfahrung Aarburg
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Projektdossier beim Bund zur Genehmigung eingereicht
"Keine haltenden Fahrzeuge in den Tunnels" - das war die Auflage des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) zum Projekt "Ortskernumfahrung Aarburg". Mit Anpassungen an den Anschlussknoten hat das Baudepartement diese erfüllt. Erforderlich sind nun jedoch weitere Projektauflagen.
Das Baudepartement des Kantons Aargau hat das Projektdossier "Ortskernumfahrung Aarburg" beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) zur Genehmigung eingereicht. Wegen verschiedener Unfälle in Strassentunneln (Gotthard, Tauern, Mont Blanc) hatte das ASTRA eine Überprüfung des vom Regierungsrat bereits bewilligten Projekts bezüglich Tunnel-Sicherheit verlangt. Nach Ansicht des ASTRA sollen unter regulären Verkehrsverhältnissen möglichst keine Fahrzeuge innerhalb der Tunnels anhalten müssen.
Das Baudepartement hat nun die Auflagen des ASTRA durch folgende Projektänderungen erfüllt:
. Die Lichtsignalanlage am Knoten Bahnhofstrasse wurde durch eine niveaufreie Führung des von Olten kommenden, linkabbiegenden Verkehrs über eine Rampe zum Kreisel Bahnhofstrasse ersetzt. Das Linksabbiegen von Aarburg/Oftringen in Richtung A1/Rothrist ist aus sicherheitstechnischen Gründen dadurch nicht mehr möglich. Die neue Rampe ist gegen die direkt betroffenen Liegenschaften durch die Anordnung von Steilböschungen und Lärmschutzwänden optimal abgeschirmt. Diese Massnahmen rund um den Knoten Bahnhofstrasse verursachen zusätzliche Kosten von 4 Mio. Franken.
. Für die Querung der Umfahrungstrasse wird beim Knoten Hofmattstrasse für Velofahrende, Fussgängerinnen und Fussgänger sowie das Vieh eine Unterführung gebaut. Damit ist keine Lichtsignalanlage mehr nötig, und auch kein Rückstau der Fahrzeuge in den Tunnel mehr möglich. Die Zusatzkosten für diese Bauten belaufen sich auf knapp 2 Mio. Franken.
Gesamtkosten von 132,8 Mio. Franken
Gemäss den aktuellen Richtlinien des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) kann die Tunnelluftabsaugung durch eine wesentlich einfachere Längslüftung ersetzt werden. Dies erlaubt den Verzicht auf Abluftkamine und die Zusammenlegung der Betriebszentralen "Festung" und "Paradisli" in eine einzige beim Knoten Bahnhofstrasse. Die Änderungen machen nun aber weitere Auflagen von Teilen des Projekts notwendig. Diese werden voraussichtlich - und unter Vorbehalt eines positiven Vorentscheids des ASTRA - Ende Oktober/Anfang November 2003 erfolgen.
Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben belaufen sich auf 132.8 Mio. Franken (Preisstand August 2003). Erwartet wird ein Bundesbeitrag von 55 Millionen. Den Rest teilen sich der Kanton und die Gemeinde Aarburg. Der definitive Baubeginn ist abhängig vom Ablauf des Auflage- und Genehmigungsverfahrens sowie dem Zeitpunkt der definitiven Beitragszusicherung des Bundes.