Ein Kloster für die Ewigkeit der Habsburger
:
Königsfelden feiert 700 Jahre Klosterstiftung
Die Königswitwe Elisabeth liess im Gedenken und für das Seelenheil ihres ermordeten Gemahls, König Albrecht I. von Habsburg, ein Doppelkloster errichten. Die Stiftungsurkunde wurde am 29. September 1311 in Wien ausgestellt. 700 Jahre danach, am 30. September 2011 lädt das Museum Aargau zur Feier in die Klosterkirche ein. Zum Jubiläum wurde auch ein Kurzfilm in drei Akten, die "Campus Regius Trilogie" gedreht, die anlässlich der Feier erstmals gezeigt wird.
Mit dem Stiftungsbrief bestätigte Elisabeth zusammen mit ihren Söhnen die Gründung von Königsfelden. Das wertvolle Dokument hielt die Regeln und die Ausgestaltung des Klosters fest und trägt das grosse Thronsiegel von Königin Elisabeth. Dieser Stiftungsakt bildete die Grundlage dafür, dass sich Königsfelden im nachfolgenden Jahrhundert zu einem der einflussreichsten Klöster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz entwickeln konnte.
Die 700-jährige Stiftungsurkunde wird ausgestellt
Im Vorfeld dieses Anlasses vom 29. - 30. September führen Fachexperten eine vom Aargauer Staatsarchiv und der Universität Zürich organisierte Arbeitstagung über die aktuellen Forschungen zur Geschichte der Habsburger in den Vorderen Landen durch. Die 700-jährige Stiftungsurkunde mit dem Thronsiegel der Königin Elisabeth kann vom 29. September bis am 2. Oktober in der Klosterkirche in einer Vitrine besichtigt werden.
Die Gründungsgeschichte in drei Akten
Den künstlerischen Rahmen der Feier in der Klosterkirche bildet die Film-Trilogie "Campus Regius" des jungen Aargauer Filmemachers Benny Jaberg. Im Stile eines Essay-Films mit dokumentarischen Ansätzen nimmt der Film in drei Akten den Dreiklang des Jubiläums "Tor zum Paradies" 700 Jahre Kloster Königsfelden 2010-2012 auf. Der Film wird auf eine Grossleinwand projiziert.
Ein neuer Kunstführer zum Kloster Königsfelden
Rechtzeitig zum Jubiläum erscheint der Kunstführer "Kloster Königsfelden" aus der Reihe der Schweizerischen Kunstführer und ist genau die 900. Publikation aus dem Verlag der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Verfasst wurde der Band von den beiden Autorinnen Prof. Dr. Brigitte Kurmann-Schwarz und Dr. Jeannette Rauschert. Beide sind bekannte Fachspezialistinnen mittelalterlicher Geschichte und Glasmalerei. Der Band kann vor Ort gekauft werden.
Von "Segensreichen Frauen und listigen Weibern" im Hause Habsburg
Das Festprogramm eröffnet der Landammann Dr. Urs Hofmann mit einer Ansprache. Die Festrede mit dem Titel "Segensreiche Frauen und listige Weiber Habsburgerinnen im Gebiet der heutigen Schweiz" hält Frau Prof. Dr. Martina Stercken, Universität Zürich. Die beiden Reden werden mit den filmischen Sequenzen zur Gründungsgeschichte umrahmt. Im Anschluss an die Feier werden vor der Kirche bei trockenem Wetter Suppe, Brot und Getränke serviert.
Bildmaterial zum Herunterladen: