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Ein besseres Angebot fürs gleiche Geld :
Erster Entwurf zum Angebotskonzept für den Regionalverkehr 1999/2001

Das Angebot im Regionalverkehr soll im Fahrplan 1999/2001 optimiert werden: für dasselbe Geld ein gesamtkantonal besseres Angebot. Es geht darum, die Kosten zu senken und die Nachfrage zu erhöhen sowohl bei Bus wie bei Bahn. Vorgeschlagen sind namentlich direkte Züge zwischen Baden bzw. Zurzach und Waldshut-Tiengen und ein besseres Bahnangebot zwischen den aargauischen Hauptzentren Baden und Aarau.

Mit grosser Beteiligung der Gemeinden und Regional-planungsverbände ist ein erster Entwurf für ein Angebotskonzept entstanden; dazu läuft jetzt die Vernehmlassung.

Mit einer Grundlagenanalyse des Regionalverkehrs hat das Baudepartement im Frühling dieses Jahres die Mitwirkung der Gemeinden bei der Festlegung des Regio-nalverkehrsangebots eingeleitet. Das Ergebnis ist erfreulich ausgefallen. Die Gemeinden und Regionalplanungs-verbände haben mehr als 330 Vorschläge zur künftigen Gestaltung des Regionalverkehrs unterbreitet. Daraus hat die Abteilung Verkehr einen Entwurf für ein Angebotskonzept erarbeitet und ihn am Dienstag vorgestellt.

Inhalt des Angebotskonzepts
Der Entwurf enthält zunächst allgemeine Grundsätze über Umfang und Qualität des Angebots im ganzen Kanton. Die Überprüfung des bisherigen Angebots anhand dieser Grundsätze hat Optimierungspotential gezeigt. Konzeptionell wurden fünf Gebiets-, sieben Netz-, und acht Linienprojekte definiert.

Wichtigste Verbesserungen
Wie es der Grosse Rat am 17. Dezember 1996 im Richtplan beschlossen hat, stehen zwei Projekte im Vordergrund: Das Untere Aaretal und die Verbindung Baden - Aarau. Ab Fahrplanwechsel 1999 sollen zwischen Waldshut-Tiengen und Zurzach stündlich sowie abends und morgens zusätzlich zwischen Waldshut-Tiengen und Baden direkte Züge der SBB verkehren. Dazu soll die Strecke über die alte Eisenbahnbrücke Koblenz - Waldshut elektrifiziert werden. Die entsprechenden Planungsarbeiten sind mit dem Land Baden-Württemberg und dem Landkreis Waldshut soweit fortgeschritten, dass in Kürze eine entsprechende Botschaft fertiggestellt werden kann. Beide Partner erhoffen sich eine vermehrte Verlagerung der Pendlerströme und des Einkaufsverkehrs von der Strasse auf die Schiene.

Mit einem "Regio-Express" soll die kantonsinterne Verbindung Limmattal - Aaretal aufgewertet und die Erschliessung der Bahnhöfe Brugg und Wildegg wesentlich verbessert werden. Ein Shuttlezug zwischen Brugg und Aarau mit zusätzlichen Haltestellen beim Kurzentrum Bad Schinznach und in Holderbank soll die wegfallenden Halte des "Regio-Express" in Schinznach Bad und Rupperswil ersetzen. So entstünde mit der Kombination Regional-, Regio-Express- und Schnellzugsverkehr auf der Verbindung Brugg - Aarau praktisch ein 20-Minuten-Takt.

Weiteres Vorgehen
Gemeinden und Regionalplanungsverbände sind eingeladen, die vorliegenden Ideen für die einzelnen Linien mit dem Baudepartement zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Im Frühling 1998 soll der Regierungsrat die definitive Fassung des Angebotskonzepts beschliessen, damit die Bestellungen bei den Transportunternehmungen für den Fahrplan 1999/2001 rechtzeitig abgegeben werden können.

  • Staatskanzlei