Durch den „Chly Rhy“ soll wieder Wasser strömen
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Der Auenschutzpark im Rietheimer Feld wird konkret
Im Rietheimer Feld soll ein weiteres Kernstück des Auenschutzparks Aargau entstehen. Die Wiederanbindung des ehemaligen Seitenarms "Chly Rhy" an den Rhein ist dabei ein zentrales Projekt. Bei den Renaturierungsmassnahmen legt der Kanton ein besonderes Augenmerk auf den Hochwasserschutz sowie weitere Anliegen der Bevölkerung, um für die Region ein attraktives Naherholungsgebiet zu schaffen.
Die Renaturierung der Aue Rietheim ist Teil des Auenschutzprogramms, zu welchem der Kanton aufgrund der Auenverordnung des Bundes, dem kantonalen Auenverfassungsartikel und einem Richtplanbeschluss verpflichtet ist. Die mittelfristigen Renaturierungsmassnahmen umfassen die Öffnung des südlichen Rhein-Seitenarmes "Chly Rhy", die Wiederherstellung seines ursprünglich breit ausgebildeten Mündungsdeltas in den Rhein sowie das Anlegen von Stillgewässern.
Anlässlich einer Veranstaltung haben Regierungsrat Peter C. Beyeler, die Projektverantwortlichen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) sowie Mitglieder des Gemeinderats die Rietheimer Bevölkerung umfassend über das Auenprojekt im Rietheimer Feld informiert. Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Hochwasserschutz in der Region. Dazu wurden die Ergebnisse einer Hochwasserstudie vorgestellt, die zeigen, dass die Renaturierung der Auenlandschaft in Rietheim sowie die Wiederherstellung eines Rhein-Seitenarms im Gebiet "Chly Rhy" machbar sind. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wird im Gutachten empfohlen, im Einlaufbereich des renaturierten Gewässers zwei bis vier Durchlässe einzubauen. Dies, um das Wasser aus dem Rhein in den Seitenarm künftig natürlich zu regulieren und den Landstrich vor Überschwemmungen zu schützen.
Die definitive Ausgestaltung des Projekts ist zurzeit Gegenstand intensiver Gespräche zwischen den Verantwortlichen des BVU, Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung, dem Rietheimer Gemeinderat sowie der Pro Natura Aargau. Dazu Regierungsrat Peter C. Beyeler: "Für den Erfolg des Projekts ist es entscheidend, die Anliegen der verschiedenen Nutzergruppen in einem Mediationsprozess so optimal wie möglich aufeinander abzustimmen. Schliesslich soll die renaturierten Auenlandschaft in Rietheim Mensch und Natur gleichermassen zu Gute kommen. Für die Bevölkerung der Umgebung kann hier ein einzigartiges Naherholungsgebiet entstehen, von dem letztlich auch die Gemeinde profitieren wird".
Weitere Informationen zum Auenschutzpark Aargau und anderen Auenschutzprojekten im Internet: Landschaft und Gewässer -> Natur und Landschaft -> Auenschutzpark Kanton Aargau