Dritte Baregg-Röhre ist offen
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Ab heute 10.45 Uhr rollt der Verkehr
Nach fünfzehnjähriger Planungs- und dreijähriger Bauzeit wurde heute morgen pünktlich um 10.45 Uhr die dritte Tunnel-röhre am Baregg für den Verkehr freigegeben. Damit geht für viele staugeprüfte Autofahrerinnen und Autofahrer eine Leidenszeit zu Ende.
Mit einer schlichten Feier wurde heute morgen die dritte Baregg-Röhre offiziell eröffnet und dem Verkehr übergeben. Rund 200 geladene Gäste erlebten den grossen Moment, als die Polizei den Verkehr auf der A1 Richtung Bern anhielt und in die neue Tunnelröhre umleitete. Pünktlich um 10.45 Uhr rollten dann die ersten Fahrzeuge auf drei Spuren durch den Tunnel.
"Ein Volk, dass keine Tunnel baut, steht am Berg"
In seiner Ansprache wies Landammann Peter C. Beyeler auf das Grundbedürfnis "Mobilität" der Menschen hin, welches den Bau von "intelligenten Strassen" bedinge. "Ein Volk, dass keine Tunnel baut, steht am Berg", sagte Beyeler und plädierte für einen sorgfältigen Umgang mit dem nicht grenzenlos vorhandenen Siedlungs- oder Lebensraum. Er betonte die Wichtigkeit des Dialogs mit den verschiedenen Umweltverbänden und erklärte, dass er als amtierender Baudirektor - unter Einbezug der aktuellen Verhältnisse - für die Umsetzung des ausgehandelten Massnahmenpakets besorgt sein werde.Nationalrat Ulrich Fischer verkündete als Präsident der Interessengemeinschaft (IG) Baregg deren offizielle Auflösung. Mit dem heutigen Tag seien die Ziele der IG Baregg erreicht, sagte Fischer, was deren Mitglieder "mit Stolz und Freude erfülle". Umrahmt wurde der Anlass von barocker Musik, dargeboten durch die Basler Bachtrompeter sowie Monika Kunz (Sopran) und Milena Bendàkovà (Mezzosopran).
Das modernste Teilstück der A1
Die fertiggestellte dritte Baregg-Tunnelröhre ist das modernste Teilstück der A1. Die Tunnellänge beträgt 1'148 m, die Tunnelbreite ca. 14 m, die Tunnelhöhe ca. 8 m. Der Verkehr in der neuen Röhre rollt auf drei Spuren Richtung Bern. Das Verkehrsaufkommen hat seit der Eröffnung der Tunnelanlage im Jahr 1971 stetig zugenommen. 2002 haben rund 100?000 Fahrzeuge täglich den Tunnel passiert. Die täglichen Staus werden in Fahrtrichtung Bern nach Abschluss der Bauarbeiten im Bereich der Überdeckung Neuenhof Ende August 2003, in Fahrtrichtung Zürich aber erst nach Beendigung der Sanierungsarbeiten der beiden alten Tunnelröhren im Juni 2004 der Vergangenheit angehören.