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Die Volksschule Aargau soll gestärkt werden :
Die einzelnen Oberstufenschulanlagen sollen künftig mindestens sechs Abteilungen aufweisen

Die Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) stimmt in zweiter Beratung den Anträgen des Regierungsrats zur Botschaft „Stärkung Volksschule Aargau“ zu. Die Volksinitiative der SVP "Für die Stärkung der Schule Aargau" lehnt sie ab.

Die Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) hat an ihrer Sitzung vom 22. September 2011 zwei Botschaften im Bereich der Volksschule beraten. Bis auf eine Ergänzung folgt sie bei der Vorlage "Stärkung Volksschule Aargau" dem Regierungsrat. Bei der Volksinitiative der SVP "Für die Stärkung der Schule Aargau" beschliesst die Kommission Ablehnung und folgt somit ebenfalls dem regierungsrätlichen Antrag.

Schulanlagen der Bezirksschulstandorte müssen mindestens sechs Abteilungen führen

Neu soll die Grösse der Bezirksschulstandorte, wie dies bei Sekundar- und Realschulstandorten der Fall ist, eindeutig festgelegt werden. Eine minimale Schulstandortgrösse soll sich positiv auf die Funktionsfähigkeit der Schule sowie deren Schulqualität und damit auch auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler auswirken. Die Regelung sieht vor, dass die Bezirksschulstandorte nach Einführung von sechs Jahren Primarschule und drei Jahren Oberstufe analog der Sekundar- und Realschulstandorte mindestens sechs Abteilungen umfassen müssen. Dabei ist eine Übergangsfrist von acht Jahren vorgesehen. Die Kommission für Bildung, Kultur und Sport hat folgenden Antrag zuhanden des Parlaments hinzugefügt:" Die einzelnen Schulanlagen der Bezirksschulstandorte müssen mindestens sechs Abteilungen umfassen."

Keine Niveauklassen in der Oberstufe

Der Grosse Rat hat in erster Lesung mit knapper Mehrheit entschieden, dass die Abteilungen der Oberstufe in maximal zwei Fächern als Niveauklassen geführt werden können. Dies stellt einen Eingriff in die Struktur der Oberstufe dar. Eine Oberstufenreform wurde mit der Vorlage "Stärkung Volksschule Aargau" jedoch bewusst nicht angestrebt. Der Regierungsrat hält daran fest, keine Niveauklassen einzuführen. Die Kommission folgt dem Antrag des Regierungsrats.

Kommission lehnt SVP-Initiative ab

Die SVP hat ihre Volksinitiative "Für die Stärkung der Schule Aargau" am 27. November 2008 mit 5'901 gültigen Unterschriften eingereicht. Zusammen mit der Ablehnung der Schulreform im Jahr 2009 hat sie dazu geführt, dass der Regierungsrat Vorschläge zur Stärkung der Volksschule ausarbeitete. Die Vorlage "Stärkung der Volksschule Aargau" stimmt mit der Stossrichtung der Initiative überein. Demnach sind die bestehenden schulischen Strukturen zu stärken, Kindergarten, Primarschule und dreigliedrige Oberstufe mit Bezirks-, Sekundar- und Realschule beizubehalten, die Realschule besonders zu fördern sowie Bildungsziele und Lehrpläne interkantonal abzustimmen. Aus Sicht des Regierungsrats sind damit die Anliegen der Volksinitiative erfüllt beziehungsweise werden mit den Arbeiten zum gemeinsamen Deutschschweizer Lehrplan umgesetzt. Die Kommission für Bildung, Kultur und Sport ist der Empfehlung des Regierungsrats auf Ablehnung der Initiative deutlich gefolgt.

Die Beratung der beiden Geschäfte im Grossen Rat ist auf den 8. November 2011 angesetzt. Die Aargauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden voraussichtlich am 11. März 2012 über die beiden Vorlagen abstimmen können.

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