Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Die Luft im Limmattal ist besser geworden :
Erste Ergebnisse der dritten Flechten-Untersuchung

Die Luftqualität im Limmattal hat sich erfreulich verbessert. Dies ergab die dritte Flechten-Untersuchung, welche das Baudepartement mit Unterstützung diverser Gemeinden und der KVA Turgi durchgeführt hat.

Im aargauischen Limmattal hat das Baudepartement im Sinne einer Erfolgskontrolle nach 1989 und 1995 im vergangenen Jahr zum dritten Mal eine Flechten-Untersuchung durchführen lassen. Der nun vorliegende Berichtsentwurf zeigt auf, dass die Anstrengungen von Bund, Kanton und Gemeinden zur Verbesserung der Luft nicht ohne Wirkung geblieben sind. Im Gegensatz zu den beiden ersten Untersuchungen gibt es im ganzen Untersuchungsgebiet keine Flächen mehr, welche der Flechtenwüste (Gebiet, in welchem praktisch keine Flechten mehr vorkommen) zuzuordnen sind. Auch die Flächen der sogenannten "inneren Kampfzone", welche eine starke Luftbelastung bedeutet, sind deutlich kleiner geworden. In den Randgebieten zeigt sich eine leichte Verschlechterung - vermutlich wegen der Ausweitung der Siedlungsgebiete. Die Luft im Limmattal ist also insgesamt sauberer geworden.

Ein Grund für das Nachlassen bei den Anstrengungen zur Luftverbesserung ist dies allerdings noch nicht. Nach wie vor werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) und lungengängigen Feinstaub (PM 10) entlang von stark befahrenen Strassen und in den Agglomerationen überschritten, und bei schönem Wetter steigt nicht nur die Quecksilbersäule im Thermometer, sondern auch die Ozonkonzentration. Um so mehr gilt es, der Luftqualität weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Dies ist auch eines der Ziele des vom Bund lancierten Agglomerationsprogramms, welches im Aargau im Moment in den Regionen vorbereitet wird.

Die dritte Flechtenuntersuchung im Limmattal wurde von der KVA Turgi, den Gemeinden Baden, Wettingen, Turgi, Ennetbaden, Unter- und Obersiggenthal sowie Killwangen finanziell unterstützt. Untersuchungen an Flechten sind eine gute Möglichkeit, um grossflächige Veränderungen der Luftbelastung analysieren zu können. Da sich Flechten ausschliesslich mit Nährstoffen aus der Luft versorgen, eignen sie sich sehr gut als sogenannte Bioindikatoren. Ihr Zustand ist ein Hinweis auf die Gesamtbelastung der Luft. Bäume mit vielen verschiedenen Flechten sind ein Hinweis auf eine geringe Luftbelastung. Dagegen können sich in Gebieten mit hoher Luftbelastung kaum mehr Flechten an den Bäumen halten.

  • Staatskanzlei