Die Kantone Aargau und Solothurn packen es an
:
Zweite Sitzung der Plattform Aargau-Solothurn (PASO) in Zofingen
Die künftige Zusammenarbeit wird weiter vorbereitet. Die gemeinsamen Projekte befassen sich vor allem mit dem Verkehr, den geplanten Einkaufszentren und der Agglomerationspolitik.
Die Baudirektoren der beiden Kantone, die Regierungsräte Dr. Thomas Pfisterer und Walter Straumann, die Präsidenten der Städte Olten, Aarau und Zofingen, kantonale Chefbeamte und weitere Fachleute haben im Herbst des letzten Jahres die Plattform Aargau-Solothurn gegründet. Jetzt hat für die PASO, so das Kürzel des neuen Forums, die praktische Arbeit begonnen. Beim jüngsten Treffen im Rathaus Zofingen handelte es sich um eine Arbeitssitzung im engeren Rahmen, das heisst ohne Beteiligung der insgesamt 68 PASO-Gemeinden, die nur einmal im Jahr zusammenkommen. Ziel der Sitzung war, die bei der Gründungsversammlung provisorisch bestimmten Themen zu vertiefen, das weitere Vorgehen festzulegen und konkrete Aufträge zu erteilen.
Eine grosse Herausforderung stellt das Thema Strassenverkehr dar. Zu den aktuellen Problemen gehören die Brücken über die Aare, die Erreichbarkeit der Autobahn, insbesondere für die Gemeinden zwischen Olten und Aarau, sowie der Schleichverkehr auf den Nebenstrassen. Eine weitere "Hausaufgabe" für die Verkehrsfachleute ist die grenzüberschreitende Koordination im öffentlichen Verkehr.
Die Plattform Aargau-Solothurn will in Zukunft Spielregeln für die Koordination von Grossprojekten definieren. Zahlreiche Investoren suchen Standorte entlang den gut ausgebauten Verkehrsachsen. Es handelt sich oftmals um Einkaufszentren, Fachmärkte oder Freizeitanlagen mit erheblichen Auswirkungen auf Raum und Umwelt. Hier muss eine für die künftige Raumentwicklung unerspriessliche Konkurrenzsituation über die Kantonsgrenzen hinweg vermieden werden. Zu diesem Zweck sollen die Beurteilungsgrundlagen, die generellen Anforderungen an die Standorte sowie die Verfahren aufeinander abgestimmt werden.
Der Stadtpräsident von Olten stellte ein mit den Stadtammännern von Aarau und Zofingen abgesprochenes Vorgehenskonzept zur Agglomerationspolitik vor. In einem ersten Schritt wollen sie Vorschläge zu einem Ausgleich der finanziellen Lasten zwischen den Städten und den Agglomerationsgemeinden zur Diskussion stellen.
Die Sitzung zeigte, dass die Plattform Aargau-Solothurn einem aktuellen Bedürfnis entspricht. Die Traktandenliste ist offen; weitere Fragestellungen und Projekte können jederzeit in die Paso eingebracht werden. Die nächste Sitzung, wieder mit Einbezug aller Gemeinden, ist für den Herbst vorgesehen.