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Die aargauischen Kantonsschulen auf neuen Wegen :
Bildungsplan Gymnasium Aargau - ein Meilenstein der Umsetzung des MAR

Im Bildungsplan Gymnasium Aargau werden die neu geschaffenen Grundlagen der aargauischen Kantonsschulen zusammengefasst. Damit wird eine wichtige Phase der Umsetzung des Maturitäts-Anerkennungsreglements (MAR) im Kanton Aargau abgeschlossen.

Die Umsetzung des MAR stellt einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung der aargauischen Kantonsschulen dar. Sie umfasst die Ausformung und Gestaltung der eidgenössischen Vorgaben im Kanton Aargau, die Realisierung der neugeschaffenen Grundlagen in den Schulen und schliesslich die Überprüfung der Qualität der gewählten Lösungen. Die Umsetzung des MAR steht in vielfältigen Beziehungen mit den Entwicklungen an den einzelnen Schulen.

Der "Bildungsplan Gymnasium Aargau" gibt einen Überblick über die Ziele, Strukturen und Inhalte der gymnasialen Ausbildung an den sechs aargauischen Tagesmittelschulen. Er soll darüber hinaus neugierig machen auf das Erleben einer vielfältigen und abwechslungsreichen Bildungslandschaft. Er ist in drei Teile gegliedert:
- Der erste Teil enthält einerseits Leitgedanken zu den Zielen und Aufgaben des Gymnasiums und andererseits fiktive Biografien einer Lehrkraft und einer Studierenden für die Jahre 1999 bis 2003. Es obliegt den Lesenden, die Reibungsflächen und Anregungen zwischen den beiden Texten aufzunehmen und weiterzuführen.
- Im zweiten und dritten Teil werden die Grundlagen der Umsetzung des MAR zusammengefasst. Es handelt sich dabei um die Maturitätslehrgänge, die Promotionsbestimmungen und diejenigen Teile der Lehrpläne, die für alle aargauischen Gymnasien gleich sind. Die schulspezifschen Lehrplanteile werden von den einzelnen Schulen publiziert.

Die Realisierung der Umsetzung MAR hat im August 1999 begonnen. Von den neuen Fächern stellen in der 1. und 2. Klasse besonders der Kunstunterricht sowie die Akzentfächer Moderne Sprachen und Geistes- und Sozialwissenschaften mit ihrer interdisziplinären Ansatz eine echte Innovation dar. Kommentare aus anderen Kantonen zeigen, dass in diesen Bereichen Pionierarbeit geleistet wird. Die ersten Erfahrungen der Lehrpersonen und Studierenden sind vorwiegend positiv. Die Rückmeldungen der beteiligten Lehrpersonen enthalten jedoch auch das Anliegen, dass die notwendigen zusätzlichen Ressourcen für diese Fächer zur Verfügung gestellt werden. Die Feinplanung für die neuen Schwerpunktfächer in der 3. und 4. Klasse und für den Projektunterricht in der 3. Klasse läuft auf Hochtouren.

Der nächste Schritt des Projekts besteht in der Evaluation der Umsetzung MAR. Sie wird von einer externen Institution durchgeführt. Ziel der Evaluation ist es, die Qualität der neu geschaffenen kantonalen Grundlagen der aargauischen Gymnasien zu beurteilen - und nicht die Qualität der einzelnen Schulen. Das heisst, es sollten zuverlässige Aussagen gemacht werden können, ob die Rahmenvorgaben ihre Ziele erfüllen oder ob sie verändert werden müssten. Die Evaluation soll im Jahr 2003 abgeschlossen werden.

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