Die aargauischen Fliessgewässer unter der Lupe
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Haben unsere Bäche genügend Raum? - Erste Erhebungen im Bünztal
Fliessgewässer sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Auch tragen naturnahe Gewässer zum Hochwasserschutz bei. Als Grundlage für gezielte Aufwertungsmassnahmen untersucht das Baudepartement mit einer flächendeckenden Aufnahme die ökomorphologischen Verhältnisse der Gewässer.
Bis Anfang der 90er-Jahre lag der Schwerpunkt des Gewässerschutzes in der Abwassersanierung. Das 1991 revidierte Gewässerschutzgesetz setzt weitere Prioritäten: Das Gewässer als Lebensraum für Pflanzen und Tiere tritt in den Vordergrund.
Welcher Bach hat und braucht wieviel Platz um seine natürliche Funktion wahrzunehmen? Das Wissen darüber ist lückenhaft, eine Antwort wird gesucht. Das Baudepartement hat dazu eine Untersuchung in Auftrag gegeben.
Ziel ist es, die Charakteristik aller Bäche im Aargau zu erheben: Gewässersohle, Ufer, Ufervegetation, Natürlichkeit oder Verbauungsgrad, verfügbarer Gewässerraum, Abflusskapazität bei Hochwasser. Die Aufnahmen ergeben die Grundlagen für gezielte Aufwertungsmassnahmen wie auch für einen naturnahen Hochwasserschutz.
In den nächsten Tagen beginnen die ersten Felderhebungen im Bünztal. Die Fachleute schreiten die Gewässer auf ihrer ganzen Länge ab; das Betreten privater Parzellen ist dabei unvermeidlich. Das Baudepartement bittet die Bevölkerung um Verständnis und dankt ihr. Sie trägt damit zum Gelingen des Projektes bei.