Die Aargauer Landwirtschaft ist innovativ
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Preiswürdige Leistungen ausgezeichnet
In Fislisbach konnte Regierungsrat Roland Brogli vier Preisträger des Innovations- und Förderpreises Landwirtschaft auszeichnen. Zwei weitere Projekte erhielten einen Anerkennungspreis.
Die Aargauer Landwirtschaft ist innovativ. Davon zeugen die eingereichten Projekte für den Innovations- und Förderpreis Landwirtschaft, welcher durch die Aargauische Landwirtschaftliche Kredit- und Bürgschaftskasse (ALK) und die Abteilung Landwirtschaft im Departement Finanzen und Ressourcen bereits zum sechsten Mal ausgeschrieben wurde. Die Projekte zeugen vom Ideenreichtum, der Risikobereitschaft und dem Unternehmertum der Aargauer Landwirtschaft.
Die Projekte wurden durch eine breit abgestützte Jury nach einem einheitlichen Bewertungsraster beurteilt. Dabei wurden sieben Kriterien berücksichtigt: Kreativität und Einzigartigkeit, Imageförderung, Ressourcenbedarf und Nachhaltigkeit, Wertschöpfung, wirtschaftliches Potenzial, Marketing, Projektplanung / -präsentation sowie Praxistauglichkeit. Mit dem landwirtschaftlichen Innovations- und Förderpreis 2006 konnten vier innovative Projekte und die Menschen, die dahinter stehen, ausgezeichnet werden. Zwei weitere Projekte erhielten einen Anerkennungspreis.
Der erste Preis im Wert von 5'000 Franken ging an die Bauernhofspielgruppe "Heugümper" von Christine Heimgartner aus Fislisbach und ihrem Team. Unter dem Motto "erleben bewegen erforschen verweilen staunen geniessen" bietet die Spielgruppe zurzeit 30 Kindern im Alter von drei bis vier Jahren Raum und Zeit, um das vielfältige Umfeld eines Bauernhofes kennen zu lernen. Nach Meinung der Jury deckt das Projekt einerseits ein grosses Bedürfnis der Gesellschaft ab und vermittelt gleichzeitig den Kindern und den Eltern den Bezug zum Bauernhof.
Mit dem Projekt Lebensbaum-Park klassierten sich Iris und Lukas Frey-Meyer aus Muri auf dem zweiten Rang. Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Kantons Aargau liessen sie den alten Brauch, bei der Geburt eines Kindes einen Baum zu pflanzen, in einer innovativen, modernen Form wieder aufleben: 200 Kinder erhielten im Lebensbaum-Park ihren persönlichen, beschilderten Lebensbaum. In der Zwischenzeit ist die Zahl auf 340 angewachsen.
Ebenfalls mit dem zweiten Rang ausgezeichnet wurde Martin Suter aus Münzlishausen. Der Hobbybrauer hat bereits 2003 erstmals eigene Braugerste produziert. Da in der Schweiz keine Mälzerei mehr arbeitet, entschloss er sich, selber eine Kleinmälzerei zu bauen. Für den elf Hektar kleinen Biobetrieb bietet dieses interessante Nischenprodukt neue Perspektiven.
Sandra Schmid Koch aus Uezwil holte sich mit der Kinderkrippe "Hüehnernäscht" den vierten Rang. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für eine gute Kombination zwischen der Arbeit als Bäuerin und Mutter sowie einem Nebenerwerb auf dem eigenen Betrieb.
Ausserhalb des üblichen Rasters vergab die Jury zusätzlich zwei Anerkennungspreise: Familie Hagenbuch Tresch war als Alltagsfamilie während neun Monaten täglich als Botschafter für die Aargauer Landwirtschaft in den Aargauer Medien präsent und konnte mit einer authentischen, umfassenden und damit glaubwürdigen Berichterstattung viel Goodwill für die Aargauer Landwirtschaft schaffen. Der zweite Anerkennungspreis ging an Familie Treier-Schmid aus Wittnau. Sie hat im Rahmen des vom Volg initiierten Projektes Naturena Fricktal, bestehend aus den drei Bereichen Sinnespfad, Feuchtbiotop und Erlebnisbauernhof, ihren Betrieb in kurzer Zeit und mit viel Eigenleistung zu einem "Schaufenster der Landwirtschaft" umgewandelt.