Dezentrale Aufgabenerfüllung erfolgt in effizienten Strukturen
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Regierungsrat liefert fundierte Übersicht über dezentrale Aufgabenerfüllung im Kanton Aargau
Der im Rahmen der Gesamtsicht Haushaltsanierung erstellte Grundlagenbericht zur dezentralen Aufgabenerfüllung im Kanton Aargau legt die knapp 30 kantonalen Aufgaben dar, die an mehr als einem Standort erbracht werden. Diese dezentralen Strukturen werden laufend überprüft und optimiert.
Der Grundlagenbericht zur dezentralen Aufgabenerfüllung im Kanton Aargau zeigt auf, welche kantonalen Aufgaben räumlich dezentral erbracht werden und wie sich die Gebietsaufteilungen in den letzten 10–15 Jahren verändert haben. Zudem wurden die aktuellen Strukturen auf Vor- und Nachteile überprüft. Schliesslich zeigt der Bericht auf, wieweit der Kanton für zukünftige Herausforderungen gerüstet ist und ob räumlicher Reformbedarf besteht.
Die im Bericht portraitierten Aufgaben sind vielfältig; sie reichen von Stützpunkten der Kantonspolizei über Regionale Arbeitsvermittlungszentren (RAV), Grundbuchämter und Berufsschulstandorte bis hin zu Zuständigkeitsgebieten von Schulräten, Bieneninspektoraten und Friedensrichterinnen/Friedensrichtern. Bei fast allen betrachteten Aufgaben wurden in den vergangenen Jahren räumliche Reformen umgesetzt, oder es sind solche in Arbeit, um die Effizienz der Aufgabenerfüllung zu erhöhen. Die Betriebsgrössen wurden optimiert und die Anzahl Standorte reduziert. Mit der Digitalisierung von Angeboten eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungsqualität beizubehalten oder sogar zu verbessern. Dies wird Auswirkungen auf die räumlichen Strukturen haben.
Die räumlichen Strukturen werden laufend überprüft
Vor dem Hintergrund der umfassenden bisherigen Reformen und der im Rahmen der Gesamtsicht Haushaltsanierung aktuell verfolgten räumlich-strukturellen Reformen bei den Staatsanwaltschaften, den Berufsfachschulen und im Spitalbereich hat der Regierungsrat bei den dargestellten Aufgaben keinen dringenden zusätzlichen Bedarf für räumliche Reformen identifiziert. Hingegen sollen im Rahmen von künftigen Aufgabenoptimierungen das Potenzial der Digitalisierung konsequent genutzt und die räumliche Organisationsstruktur laufend überprüft werden. Das ist nötig, weil einmal geschaffene räumliche Strukturen sich kurzfristig nur schwer anpassen lassen. Dabei sollen dezentrale Lösungen in Zukunft bezüglich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit immer mit einer zentralisierten Aufgabenerfüllung verglichen werden. Auch die Zusammenlegung von Standorten verschiedener Aufgaben zu interdepartementalen Kompetenzzentren kann die Effizienz dezentraler Lösungen verbessern; beim Gebäudeaufwand und bei der administrativen Unterstützung lassen sich so Synergien realisieren.