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Der Winter kam spät, dafür umso heftiger :
Der Strassenunterhalt war im Winter 2009/10 besonders im Januar gefordert

Der Schnee und die vielen Frost-Tau-Wechsel haben den Strassen stark zugesetzt. Die Kosten für die Reparatur der Winterschäden auf den Aargauer Kantonsstrassen liegen mit rund 6,5 Millionen Franken um zirka 50 Prozent höher als in einem durchschnittlichen Jahr.

Mitte April lässt sich mit Vorsicht sagen: Der Winter 2009/10 ist wohl endgültig vorbei. Was sich mit Sicherheit sagen lässt: Es war ein strenger Winter, der dem Rekordwinter 2008/09 in nichts nachsteht. Zwar hat der Winter 2009/10 weniger lange gedauert, da der erste Schnee erst Ende November fiel. Doch der Januar 2010 übertraf alle Vorstellungen und hielt den Winterdienst des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) auf Trab. Die Winterdienstverantwortlichen leisteten im vergangenen Januar doppelt so viele Einsatzstunden wie im Januar des Jahrhundertwinters 2008/09. Auch der Salzverbrauch war heuer doppelt so gross wie im Januar 2009. Da der Winter grosse Teile Europas fest im Griff hatte, wurde das Salz europaweit knapp und auch die Schweizer Rheinsalinen gelangten an ihre Kapazitätsgrenzen.

Wie streng der vergangene Winter war, ist jetzt vielerorts auf der Strasse zu sehen. Die vielen Frost-Tau-Wechsel haben den Strassenbelägen stark zugesetzt. Vor allem alte, bereits gerissene Beläge haben unter den Temperaturschwankungen gelitten.

Auf vielen Strecken des 1'150 Kilometer langen Kantonsstrassennetzes im Aargau sind Löcher und Belagsausbrüche vorhanden, welche in den nächsten Monaten geflickt werden müssen. Die Kosten für diese Werkreparaturen belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Franken und sind damit rund 2 Millionen Franken höher als in einem durchschnittlichen Jahr.

Die Reparaturarbeiten verteilen sich gleichmässig über den ganzen Kanton und bedeuten für den Unterhaltsdienst einen entsprechend hohen Stundeneinsatz. Zu einem kleinen Teil können die Winterschäden im Rahmen einer vorgezogenen Gesamtsanierung der Strasse behoben werden.

Es ist unvermeidlich, dass die Reparaturarbeiten zu zusätzlichen Baustellen und Verkehrsbehinderungen führen. Das BVU bittet deshalb alle Strassenbenützenden um das nötige Verständnis und im Baustellenbereich um Geduld.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt