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Der Kommandoposten KP-L ist fertig saniert und bereit für den Notfall

Mit der Sanierung des Kommandopostens KP-L verfügen der Aargauer Regierungsrat und der Kantonale Führungsstab (KFS) in Krisen- und Katastrophenfällen wieder über eine voll funktionsfähige Führungsanlage, die technisch und infrastrukturell auf dem neusten Stand ist.

Im Rahmen einer würdigen Feier im Beisein von Regierungsrätin Franziska Roth und Regierungsrat Dr. Markus Dieth sowie Vertretern des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS) wurde heute Nachmittag die sanierte Schutzanlage eingeweiht. Führungsanlagen braucht es heute mit Blick auf Szenarien wie Erdbeben oder ABC-Ereignisse, aber auch Stromausfall oder Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur.

Notwendige Sanierung und Erneuerung

Der Kommandoposten KP-L wurde Ende der 80er Jahre erstellt. Seither wurden keine grösseren Veränderungen vorgenommen. Handlungsbedarf bestand insbesondere aufgrund des Alters der Anlage. "Als einziger so grosser und sicherer Kommandoposten im Kanton Aargau war die Sanierung alternativlos und zwingend notwendig", sagte Regierungsrat und Bauherr Markus Dieth, Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen, anlässlich der feierlichen Einweihung. In den letzten Monaten wurde deshalb die technische Infrastruktur der unterirdischen Anlage mit Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Elektroinstallationen ersetzt und der Kommandoposten mit modernsten Informatik und Telematik ausgerüstet. Ebenso wurde ein neuer Mast für die Kommunikationsinfrastruktur installiert. Es wurden räumliche Anpassungen gemäss den Bedürfnissen des KFS vorgenommen und ein Not-Standort für die Kantonale Notrufzentrale (KNZ) eingerichtet. Weiter wurden energietechnische Optimierungen vorgenommen und die Aufwertung der Versorgungsräume gemäss Lebensmittelvorschriften durchgeführt.

Gemeinsame Finanzierung durch Bund und Kantone

Die gesamte Führungsanlage ist im Eigentum des Kantons Aargau. Der Bund ist gemäss aktueller Gesetzgebung für die Sanierung der Schutzanlage zuständig. Das Projekt wurde vom BABS nach erfolgter Prüfung als zweckmässig und wirtschaftlich erachtet. Die Finanzierung der Sanierung wird von Bund und Kanton gemeinsam getragen: Das BABS leistete einen Subventionsbeitrag von pauschal 2,1 Millionen Franken. Für den Kanton Aargau resultierte daraus ein Nettoaufwand von 1,7 Millionen Franken.

Zentralisierung der Standorte

Nebst der Nutzung des Kommandopostens durch den KFS werden in den modernen Räumlichkeiten künftig auch Ausbildungen im Bevölkerungsschutz durchgeführt. Im Speziellen sind Kurse der Regionalen Führungsorgane und Zivilschutzorganisationen, Ausbildungen der Fachbereiche des KFS sowie interne Schulungen vorgesehen. "Mit der raschen Einsatzbereitschaft wird es dem KFS in Zukunft möglich sein, im Ereignisfall die notwendigen Massnahmen rasch umzusetzen. Dies zum Schutz und Wohle der Aargauer Bevölkerung", sagte Regierungsrätin Franziska Roth in ihrer Ansprache.

  • Departement Gesundheit und Soziales
  • Departement Finanzen und Ressourcen