Der Aargau wird weiter wachsen
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Neue Bevölkerungsprognose für den Kanton
Die Bevölkerungsprognose rechnet mit einer Zunahme der Gesamtbevölkerung zwischen 2002 und dem Prognosejahr 2030 von rund 114?000 Personen (+20,3%) auf knapp 675?000 Personen. Drei Viertel der Gesamtzunahme (73,8%) sind auf Wanderungen, der Rest (26,2%) auf den Geburtenüberschuss zurückzuführen.
Die vorliegende Bevölkerungsprognose stellt eine Ueberarbeitung der Bevölkerungsprognose 1996 dar. Die Notwendigkeit einer Ueberarbeitung kann schon daraus abgeleitet werden, dass die 1996 prognosti-zierte Bevölkerungszahl für das Jahr 2000 insgesamt zwar recht gut stimmte, die Aufteilung auf die Schweizer- und Ausländerbevölkerung aber etwas verfehlt wurde und auch die regionale Verteilung der Bevölkerung zum Teil grössere Abweichungen von der Prognose zeigte.
Gemäss dieser Bevölkerungsprognose 2002 steigt die Gesamtbevölkerung zwischen 2002 und dem Prognosejahr 2030 um 113?864 Personen (+20,3%) bzw. um durchschnittlich 4?067 Personen oder um 0,67% jährlich. Rund drei Viertel der Gesamtzunahme (73,8%) sind auf Wanderungen, der Rest (26,2%) auf den Geburtenüberschuss zurückzuführen.
Neben dem reinen Anstieg der Einwohnerzahl von rund 114?000 Personen bis zum Jahr 2030, wird sich auch der Altersaufbau der Bevölkerung im Kanton Aargau in den nächsten 25 bis 30 Jahren deutlich verändern. Vorauszusehen ist eine Zunahme des prozentualen Anteils der über 65jährigen an der Wohnbevölkerung von 13,6% im Jahr 2002 auf 24,1% im Jahr 2030. Gleichzeitig nimmt der Anteil der unter 15jährigen um 2.5 Prozentpunkte auf 14,9% ab. Zahlenmässig bleibt die Altersklasse der unter 15jährigen mit rund 100?000 Personen über den gesamten Zeitraum recht stabil, während die Zahl der Seniorinnen und Senioren von 76?000 auf rund 162?000 Personen anwachsen dürfte. Diese Entwicklung wird auch bei einem schwächeren Wachstum (kleinerem Wanderungssaldo) eintreten, denn sie ist vor allem eine Folge der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Geburten minus Todesfälle) und nur wenig von den Annahmen der unterstellten Wanderungen abhängig.
Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung steigt von heute 20,1% auf knapp 27% an, wenn die Nettozuwanderung der ausländischen Wohnbevölkerung weiterhin 2?400 und die Zahl der Einbürgerungen 1'500 pro Jahr beträgt. Diese Werte entsprechen den Durchschnittswerten der letzten Jahre.
Diese prognostizierten Veränderungen werden wesentliche Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche wie Gesundheitswesen, Schulen, Verkehr, Wirtschaft, Wohnungsbau etc. haben. Der Regierungsrat hat deshalb die Departemente beauftragt, die Erkenntnisse aus der Bevölkerungsprognose 2002 in ihre Planungen einfliessen zu lassen und im Sinne einer Grobbeurteilung aufzuzeigen, welche Bedeutung die Prognosen auf die bisherigen Planungsannahmen haben.