Das Projekt Aussendienst ist ein Erfolg
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Kanton und Gemeinden führen Zusammenarbeit in der Sozialhilfe fort
Das Projekt Aussendienst hat in den letzten vier Jahren die Erwartungen mehr als erfüllt. Das Interesse der Gemeinden an einer Weiterführung des Projekts ist gross.
Das Projekt Aussendienst startete am 1. Mai 2007 mit vier Gemeinden im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts. Das Ziel ist knapp vier Jahre nach dem Projektstart das gleiche geblieben: dem Sozialhilfemissbrauch soll präventiv und aktiv vorgebeugt werden. Dies geschieht, indem der Aussendienst unangekündigte Hausbesuche vornimmt, um die Lebensverhältnisse der Sozialhilfebeziehenden zu überprüfen und allfällige Massnahmen vorzuschlagen. Das Projekt Aussendienst liefert den Gemeinden vor diesem Hintergrund wichtige Erkenntnisse über die tatsächliche Situation ihrer Sozialhilfebeziehenden oder -gesuchsstellenden.
Bereits in der Pilotphase bewährte sich das Projekt Aussendienst in der Praxis. Aufgrund der positiven Erfahrungen der Gemeinden wurde das Projekt deshalb bis 2009 verlängert und erweitert insgesamt machten 2009 siebzehn Gemeinden mit. Am 1. Januar 2010 wurde das Angebot schliesslich auf das ganze Kantonsgebiet ausgeweitet. In der Folge vergrösserte sich die Zahl der mitwirkenden Gemeinden auf 64. Aufschlussreich dabei: Die Gemeinden registrierten insgesamt eine markante Reduktion des administrativen Aufwands, einen besseren Informationsstand betreffend der gestellten Anträge auf Sozialhilfe und damit einen sichereren und effizienteren Verfahrensablauf. Mit zählbarem Erfolg: Gesamthaft konnten durch die Massnahmen aus den Aussendiensteinsätzen Zahlungen von geschätzten 60'000 Franken monatlich verhindert werden. Ohne eine Abklärung vor Ort wären diese unrechtmässig ausbezahlt worden. Gleichzeitig wurden in 92 Prozent der Fälle die Sozialleistungen nach dem Besuch beim bisherigen Betrag belassen. Das zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Sozialhilfebeziehenden Leistungen beansprucht, die ihnen tatsächlich zustehen.
Diese Entwicklung hat sich im vergangenen Jahr bestätigt: 2010 wurden insgesamt in 1'326 Fällen Hausbesuche in den Gemeinden durchgeführt. Davon wurden 25 Gesuche abgelehnt und 5 laufende Fälle eingestellt. Zwei Gesuche wurden nach der Ankündigung des Aussendienstbesuchs zurückgezogen. In 1'220 Fällen aller Abklärungen blieb die Sozialhilfe auch nach dem Hausbesuch unverändert. Die Zahl der Sozialleistungen, die nach dem Besuch durch den Aussendienst unverändert bleiben, wird sich voraussichtlich auf diesem Niveau einpendeln also bei über neunzig Prozent.
An einer Informationsveranstaltung am 1. April 2011 wurden die Gemeinden über die Auswertung der Hausbesuche im Jahr 2010 orientiert. Das grosse Interesse der Gemeindevertreter zeigt, dass das Projekt Potenzial hat, weiter zu wachsen.