Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Das Gesundheitsdepartement verzichtet auf das ehemalige HAMUKI :
Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft geht weiter

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) brauchen eine spezielle Unterkunft und Betreuung. Das ehemalige Haus Mutter und Kind (HAMUKI) in Obersiggenthal schien die geeignete Liegenschaft zu sein. Durch die Bemühungen der Gemeinde, in diesem Haus ein eigenes Projekt zu realisieren und durch die Reaktionen aus der Bevölkerung verzichtet das Gesundheitsdepartement nun auf die Unterbringung von UMA in Obersiggenthal.

Das Gesundheitsdepartement wurde vom Regierungsrat beauftragt, für unbegleitete minderjährige Asylsuchende eine spezielle Unterkunft zu suchen, in der die besondern Bedürfnisse dieser Personen - auch im Hinblick auf den Kinder- und Jugendschutz - abgedeckt werden können.

Nachdem die Schliessung des HAMUKI in Obersiggenthal bekannt wurde, hat der Kantonale Sozialdienst mit dem Vermieter, Verein Mutter und Kind, Kontakt aufgenommen und sein Interesse an der Anmietung der Gebäude angemeldet. Als feststand, dass sich das Haus grundsätzlich für den vorgesehenen Zweck eignet, wurde auch der Gemeinderat Obersiggenthal informiert.

Bereits Mitte April drückte dieser gegenüber dem Vorsteher des GD seine Besorgnis über das Projekt aus. Auch aus der Bevölkerung kamen grosse Bedenken und Proteste gegen diese spezielle Unterkunft für UMA. Der Vorsteher des Gesundheitsdepartements, Ernst Hasler zeigte Verständnis für die Vorbehalte der Gemeinde. Es wurde vereinbart, dass vorgängig eines Umnutzungsgesuchs die Anwohnerschaft über den Betrieb und die Betreuung in der Unterkunft umfassend informiert würde.

Nachdem sich nun der Gemeinderat durch eine Vorlage an den Einwohnerrat darum bemüht, die Liegenschaft für die Gemeinde zu sichern und eine Petition mit rund 1600 Unterschriften auf der Gemeinde eingereicht wurde, erscheint dem Gesundheitsdepartement eine Realisierung des Vorhabens innert nützlicher Frist nicht mehr möglich. Unter diesen Umständen verzichtet das Gesundheitsdepartement auf die Anmietung des HAMUKI und auf die Unterbringung von UMA in dieser Liegenschaft. Die Suche nach einem geeigneten Objekt für die Unterbringung der UMA wird weiter verfolgt.

  • Staatskanzlei