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Das Aargauer Modell der Autobahnerneuerung hat sich bewährt :
Die A1 ist wieder 1A - Anpassungen im Mittelstreifen bis Ende Jahr

In nur 18 Monaten erneuerten die Bauleute die 27 km lange Betonfahrbahn und sanierten gleichzeitig 20 Brücken zwischen Rothrist und Lenzburg. Damit hat der Kanton Aargau für eine umfassende Autobahnerneuerung - unter Einhaltung des Kostenrahmens von 100 Millionen Franken - neue Massstäbe gesetzt.

Die aus den 60er Jahren stammende Betonfahrbahn befand sich in einem schlechten Zustand und verursachte bis zum Beginn der Belagserneuerung jährliche Flickkosten von bis zu 1.5 Millionen Franken. Der Regierungsrat wollte die A1 bereits unmittelbar nach der Fertigstellung der Bözberg-Autobahn A3 sanieren. Damals fehlten jedoch wegen der im Jahre 1994 verfügten Beitragskürzung des Bundes die finanziellen Mittel. Dem Aargau wären dadurch Mehrkosten von 25 - 30 Mio. Franken entstanden. Darum musste der Kanton vorerst auf die Erneuerung verzichten.

Also suchte der Kanton Aargau nach Möglichkeiten, durch ein innovatives Konzept den Bund zu einem Zusatzbeitrag zu veranlassen. Im Investitionszulagenbeschluss konnte der Bund dazu eine Grundlage schaffen: Für die Jahre 1998 und 1999 erhöhte der Bund den Beitragssatz wieder auf die früher üblichen 84 %, dies im Rahmen des Investitionsprogrammes zur Ankurbelung der Wirtschaft. Damit standen dem Kanton Aargau 60 Mio. Franken für die Sanierung der A1 zur Verfügung.

Das Baudepartement entwickelte ein innovatives Erneuerungskonzept, welches den Bund überzeugte. Es strebte an, die 27 km lange Betonfahrbahn und die 20 Brücken zwischen Rothrist und Lenzburg innerhalb von nur zwei Jahren zu sanieren. Ein ehrgeiziges Ziel, das für eine umfassende Autobahnsanierung in dieser Grössenordnung neue Massstäbe setzte. Die Verantwortlichen entschlossen sich deshalb für eine gesamtheitliche Ausschreibung. Diese beinhaltete alle Randbedingungen mit Leistungsvorgaben.

Nach intensiven Vorarbeiten im Jahre 1997 und nach Abschluss des Submissionsverfahrens begann die Belagserneuerung Mitte April 1998 mit sieben subventionsbedingten Wochen Verspätung. Bereits Ende September vergangenen Jahres erhielt der Abschnitt Lenzburg bis Suhr einen neuen Belag. Dabei bewährte sich die gewählte 4/0 Verkehrsführung bestens. Dank der disziplinierten Fahrweise und der Verkehrsüberwachung durch die Polizei ereigneten sich relativ wenig Unfälle, weniger als im Normalfall. Für die Bevölkerung entlang der Sanierungsstrecke blieb die Belastung erträglich; lärmintensive Nachtschichten und Materialtransporte waren untersagt.

Das Baudepartement und die Arge A1 starteten anfangs März 1999 in die zweite ambitiöse Bausaison. Diese beinhaltete die Erneuerung des Betonbelages und die Instandsetzung von 14 Brücken zwischen Oftringen und Suhr. Um den verspäteten Baubeginn 98 wieder aufzuholen, fassten die Planer zwei ursprünglich als Einzelbaustellen vorgesehene Etappen zu einer "Monsteretappe" von 13 km Länge zusammen. Mitte August 1999 begann die letzte Etappe der Belagserneuerung auf dem 8 km langen A1-Teilstück zwischen Kölliken und Oftringen, welche am 25. Oktober 1999 abgeschlossen wurde. Auch in der zweiten Bausaison blieben schwere Unfälle und grosse Verkehrsbehinderungen trotz 4/0 Verkehrsführung und langer Bauetappen glücklicherweise aus. Dies wiederum ist der rücksichtsvollen Fahrweise und der Verkehrsüberwachung und -lenkung der Polizei zu verdanken. Die Hauptarbeiten fanden somit nach nur 18 Monaten ihren Abschluss. Hingegen sind bis Ende Jahr noch verschiedene Anpassungsarbeiten im Mittelstreifen notwendig.

Im Weiteren erstellt das Baudepartement im Frühjahr 2000 einen neuen Kabelrohrblock zwischen Schafisheim und Oftringen. Gleichzeitig erfolgt der Bau von verschiedenen Lärmschutzwänden im Bereich Oberentfelden bis Safenwil. Die beiden Vorhaben sind soweit als möglich miteinander koordiniert. Es wird ausserhalb des Pannenstreifens gebaut. Die Verkehrsbehinderungen dürften minimal sein.

Die Belagserneuerung auf der A1 war ein partnerschaftliches Unternehmen der Verkehrspolitik. Es galt nicht nur eine technische, sondern vor allem auch eine menschliche Herausforderung zu bestehen. In einer guten Zusammenarbeit haben alle Beteiligte hervorragend kooperiert. Das Ziel, gute Qualität in möglichst kurzer Behinderungszeit für Autobahnbenützerinnen und -benützer sowie für die lärmgeplagte Bevölkerung entlang der A1 zu erstellen, wurde in einer Rekordzeit von nur 18 Monaten erreicht.

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