Dank, Anerkennung und Gedanken zur Sicherheitspolitik
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Der Aargauer Regierungsrat würdigte am Habsburgrapport die Verdienste der mit dem Kanton verbundenen Offiziere
Der Aargauer Regierungsrat stattete am traditionellen Habsburgrapport den Armeekadern seinen Dank ab. Landammann und Militärdirektorin Susanne Hochuli betonte die Verbundenheit des Kantons Aargau mit der Armee und befasste sich mit sicherheitspolitischen Herausforderungen. Zu den Gästen gehörte auch Armeechef Korpskommandant André Blattmann.
Der Regierungsrat würdigt seit 1949 mit dem Habsburgrapport die guten Beziehungen zwischen dem Kanton Aargau und der Schweizer Armee. Truppenkommandanten und Berufsoffiziere mit Bezug zum Kanton Aargau, die eine Funktion abgeben oder neu übernehmen, werden als Dank und Anerkennung für ihre Verdienste und ihr Wirken jeweils zum Nachtessen eingeladen – zu einer "Bernerplatte". Der 68. Offiziersrapport fand am Montag, 11. Januar 2016, traditionellerweise auf der Habsburg statt.
Schweiz als Teil einer verletzlichen Welt
Frau Landammann und Militärdirektorin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales, befasste sich in ihrer Rede mit dem Entwurf des Bundesrats zu einem neuen Bericht über die Sicherheitspolitik. "Die Schweiz ist keine Insel der Glückseligen, sondern ein Teil jener verletzlichen Welt, die durch Terrorismus, hybride Kriege, Cyberattacken und Ausprägungen von epidemischer Kriminalität aller Art bedroht ist", sagte sie, "verbunden mit der schmerzhaften Erkenntnis, dass ein einzelner Staat allein gar nichts ausrichten kann." Zu grenzenlos seien die Bedrohungen, mit denen wir konfrontiert sind. Zu schonungslos zielten sie zudem immer mehr auf die Zivilbevölkerung und die Zivilgesellschaft.
Für Hochuli ist klar: "Die Verknüpfung und Unvorhersehbarkeit von Ereignissen erfordert, dass beim Umgang mit Bedrohungen und Gefahren vermehrt 'vom Ende her' gedacht werden muss, und nicht 'vom Anfang aus'." Das heisst, dass nicht mehr chronologisch von der einzelnen Bedrohung und deren möglichen Konsequenzen ausgegangen werden sollte, sondern ganz bewusst von den möglichen Folgen eines Vorfalls und deren Bewältigung. Dies sei der Grundgedanke der Resilienz: Es gehe darum, den Schutz, die Widerstandskraft und die Regenerationsfähigkeit eines Gesamtsystems – in diesem Fall des "Gesamtsystems Schweiz" – zu verbessern. Zum Beispiel durch die Schaffung von Redundanzen in entscheidenden Bereichen wie der Kommunikation oder der Energieversorgung.
Armeechef hofft auf rasche Weiterentwicklung der Armee
Der Habsburgrapport sei eine schweizweit einzigartige Tradition, bedankte sich Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee, für die mit dem Anlass zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung des Aargauer Regierungsrats gegenüber der Milizarmee. Die allgemeine Lage sei geprägt von vielfältigen Bedrohungen. Diese könnten schnell einmal dazu führen, dass es die Unterstützung der Armee brauche, weil die zivilen Ressourcen zur Bewältigung nicht mehr ausreichen würden. "Wir müssen uns darauf ausrichten, diese Hilfe leisten zu können", erklärte er. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass das im politischen Prozess steckende Reformprojekt "Weiterentwicklung der Armee" (WEA) rasch umgesetzt werden könne. Blattmann betonte, dass es von Seiten der Armee gute Arbeit und tadellose Leistungen brauche: "Wenn die Leistung stimmt, macht die Politik mit".
Ehrung von Offizieren
Militärdirektorin Susanne Hochuli ehrte schliesslich eine Reihe von hohen Offizieren, die entweder ihre Funktion ab-gegeben oder den Aargau verlassen haben. Unter ihnen Divisionär Andreas Bölsterli und Brigadier Hans Schatz-mann, deren Kommandozeit bei der Territorialregion 2 beziehungsweise der Infanteriebrigade 5 mit dem Jahreswechsel zu Ende ging. Gleichzeitig hiess die Militärdirektorin die Nachfolger der abtretenden Kommandanten im Kanton willkommen.