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Computers und Internet an allen Primarschulen :
Einführung im Aargau 2002 - 2006

Der Regierungsrat beschliesst die Einführung des Computers an den Primarschulen und bewilligt Fr. 1.73 Mio. für methodisch-didaktische Kurse zur Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Unterricht und zur Unterstützung der Einführungsphase.

Mit den vom Regierungsrat bewilligten 1?730?000 Fr. zur Schulung der Lehrpersonen und zur Unterstützung der Schulen wird innerhalb von fünf Schuljahren (2002-2006) die Basis für eine sinnvolle Integration von IKT an der Primarschule geschaffen. Die Leitung der Einführung liegt bei der Beratungsstelle für Informatik an Aargauer Schulen (BIAS).

Mit einem stufenspezifischen Weiterbildungsprogramm wird eine einheitliche Integration angestrebt. Bis Ende 2006 werden rund 1000 Lehrpersonen einen vom Kanton angebotenen methodisch-didaktischen Kurs zum Einsatz von IKT besuchen. Die notwendige Infrastruktur wird von den Schulen beschafft. Der Kanton empfiehlt die Einrichtung von Medienecken in den Schulzimmern mit je 2 bis 4 Computern und einem Internetanschluss. Mit diesen Massnahmen sollen bis im Jahr 2006 alle Primarschülerinnen und -schüler die Möglichkeit erhalten, IKT im Unterricht sinnvoll einzusetzen und die fächerübergreifenden Lehrplanziele im Bereich Informationstechnologien und Medienpädagogik zu erreichen.

Ermutigende Ausgangslage auf der Primarstufe

Eine Umfrage zur Informatiksituation der aargauischen Schulen (Dez. 2000) ergab, dass der PC in den Primarschulen des Aargaus schon eine Realität ist. 274 Primarschulen meldeten einen Bestand von 1403 PCs, mit denen im Jahr 2000 605 Klassen (33%) gearbeitet hatten. Das Interesse an einer Einführung an der Pri-marschule ist sehr gross. Die BIAS muss laufend Schulpflegen und Lehrpersonen beraten, die Computer für ihre Primarschule anschaffen wollen. In verschiedenen andern Kantonen sind IKT als kreatives, praktisches Werkzeug und als Medium zur Unterstützung des Unterrichts auch an der Primarschule schon eingeführt und die Lehrpersonen ausgebildet.

Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts

Die IKT durchdringen als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts die Gesellschaft. Sie sind ein gesell-schaftsveränderndes Medium, dessen Bedeutung in Berufswelt, Wirtschaft, Kommunikation, Kultur, sozia-len und erzieherischen Bereichen noch zunehmen wird. Durch die Integration von IKT im Unterricht wird eine Lernkultur geschaffen, welche die Entwicklungen der Zeit, aber auch den Alltag junger Menschen Ernst nimmt, und allen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Informationstechnologien ähnliche Bildungschancen ermöglicht.

Neue pädagogische Chancen

Die Integration der IKT im Unterricht bedeutet an allen Stufen neue pädagogische Chancen und eine Bereicherung des Unterrichts. An der Primarschule steht der Einsatz des Computers als Werkzeug für Gestaltung, für individuelles Lernen, für Informationsbeschaffung und Kommunikation im Vordergrund. IKT haben aber auch eine Bedeutung bei der Gestaltung eines differenzierten, flexiblen und sozialintegrativen Unterrichts und in der Medienerziehung. IKT sind an der Primarschule nicht Unterrichtsgegenstand sondern Hilfsmittel für den Unterricht. Die Neugierde und die Freude am Entdecken, das Lösen von Problemen mit Hilfe von IKT, das Suchen und Ausprobieren sind wesentliche Motivationsfaktoren. Die Einführung von IKT an der Primarschule ist in den Zielformulierungen des neuen Lehrplans der Volksschule abgestützt.

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