Bundesrat gibt der Fachhochschule Nordwestschweiz grünes Licht
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Auflagen bestätigen Notwendigkeit einer Vollfusion
Der Bundesrat hat die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) genehmigt und alle die von ihr geführten Studiengänge bewilligt. Er macht der FHNW allerdings die Auflage, bis Ende 2006 eine standortübergreifende, fachbereichsbezogene Führungsorganisation einzurichten. Diese Auflage wird mit dem von den Regierungen der Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt am 8. Dezember beschlossenen Fusionsmodell erfüllt.
Gemäss Eidgenössischem Fachhochschulgesetz muss der Bundesrat die in der Schweiz geführten Fachhochschulen in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gestaltung genehmigen und die von ihnen geführten Studiengänge bewilligen. Nach einer mehrjährigen Aufbauphase und nach einer gross angelegten gesamtschweizerischen Evaluation hat nun der Bundesrat die entsprechenden Entscheide gefällt.
Genehmigung mit Auflagen zur Führungsorgansiation
Der Bundesrat stellt fest, dass die FH Nordwestschweiz heute aus drei autonomen Teilschulen (FH Aargau, FH beider Basel, FH Solothurn) besteht, deren Zusammenarbeit eher schwach als stark sei. Der FH Nordwestschweiz fehle es an einer zweckmässigen Organisation. Der Bundesrat erteilt daher zwar der FH Nordwestschweiz die unbefristete Genehmigung. Er macht ihr aber die Auflage, bis Ende 2006 eine auf die strategischen und operativen Erfordernisse ausgerichtete, standortübergreifende, fachbereichsbezogene Führungsorganisation einzurichten.
Auflagen bestätigen Notwendigkeit einer Vollfusion
Die Auflagen des Bundes sind eine Bestätigung für die Strategie des Kantons Aargau. Denn die vom Bund verlangte Führungsorganisation lässt sich nur mit einem Fusionsmodell realisieren, das die bisherigen Teilschulen in eine standortübergreifend organisierte und finanzierte Institution zusammenführt. Die Regierungen der Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben sich am 8. Dezember auf dieses Fusionsmodell geeinigt. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn bevorzugt dagegen ein Fusionsmodell mit drei Teilschulen. Es soll nun rasch möglichst eine Vernehmlassung durchgeführt werden.
Alle Studiengänge der FH Nordwestschweiz bewilligt
Die letztes Jahr durchgeführte Evaluation der laufen-den Studiengänge hat gezeigt, dass das An-gebot der FH Nordwestschweiz von hoher Qual-ität ist. Der Bundesrat hat denn auch alle bisher von der FH Nordwestschweiz geführten Studiengänge bewilligt. Nur vereinzelt hat der Bundesrat Auflagen ausgesprochen: Diese betreffen insbesondere die angestrebte gesamtschweizerische Koordination sowie die Studiengänge Baubereich, die bis Ende 2004 eine Mindestgrösse nachweisen müssen.