Breite Zustimmung für die Betriebssicherung des Aargauer Kunsthauses
:
Regierungsrat stellt Botschaft dem Grossen Rat zu
Die im Hinblick auf eine dauerhafte Betriebssicherung und ganzjährige Öffnung des Aargauer Kunsthauses durchgeführte Vernehmlassung widerspiegelt eine breite Zustimmung. Über das Ausmass des notwendigen Stellenausbaus kamen unterschiedliche Auffassungen zum Ausdruck. Deshalb will der Regierungsrat ab 2008 das Kunsthauscafé auslagern. Damit reduziert sich der Bedarf an neuen Stellen von ursprünglich geforderten 8,05 auf 6,25 Stellen.
Bei der Beurteilung der heutigen Positionierung des Aargauer Kunsthauses und bei der generellen Entwicklung seit der Eröffnung des Erweiterungsbaus fällt die Vernehmlassung klar zustimmend aus, ebenso bei der Beurteilung des Vermittlungsangebots, insbesondere der Museumspädagogik. Gewisse Vorbehalte werden bei der Aufstockung des Personals für Sicherheit und Betrieb angemeldet. Eine saisonale Schliessung des Kunsthauses findet eine klare Ablehnung. Die Fragen nach der Positionierung des Aargauer Kunsthauses, der Entwicklung seit Eröffnung des Erweiterungsbaus und der Ausbau Vermittlung finden praktisch durchwegs Zustimmung.
Museumscafé wird ausgelagert
Die Forderung nach Überprüfung und teilweiser Kompensation der neuen Stellen hat ergeben, dass bei den geforderten neuen Positionen keine Abstriche gemacht werden können, da das neue Betriebskonzept nach wie vor von einer Minimaldotierung ausgeht. Der Regierungsrat hat aber einen Vorschlag ausgearbeitet, der vorsieht, jene 1,8 Stellen, die heute für den Betrieb des Kunsthauscafés eingesetzt sind, abzubauen und auszugliedern. Zu diesem Zweck werden Verhandlungen mit dem Aargauischen Kunstverein aufgenommen mit dem Ziel, dass dieser den Betrieb des Cafés ab 2008 übernimmt. Der Kunstverein ist heute bereits Betreiber des Cafés, wobei der Kanton bisher die 1,8 Stellen für den Grundbetrieb finanzierte. Durch diese Massnahme reduziert sich der vom Grossen Rat geforderte Grosskredit ab 2008 pro Jahr um gut 100'000 Franken, ohne dass dies zu Lasten von Betriebssicherung und Sicherheit des Aargauer Kunsthauses ginge.
Seit Eröffnung des Erweiterungsbaus unterdotiert
Seit der Neueröffnung des Aargauer Kunsthauses im Jubiläumsjahr 2003 haben sich die Anforderungen an das Museum in mehrerer Hinsicht grundlegend verändert: Die Ausstellungsfläche ist doppelt so gross, der Kern der Sammlung wird permanent gezeigt, die Besucherzahlen haben deutlich zugenommen und die Vermittlungsangebote haben sich mehr als verdoppelt. Im gleichen Mass, wie die öffentliche Wahrnehmung des Kunsthauses steigt, wachsen auch die Qualitäts- und Sicherheitsansprüche. Es hat sich in den zwei ersten Betriebsjahren gezeigt, dass das Kunsthaus bei gleich bleibenden Ressourcen auf Dauer nicht auf diese Weise weitergeführt werden kann.