BKS unterstützt Schulgemeinden bei Lehrpersonensuche
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Rekrutierung von Lehrpersonen auch im Ausland
Auf das Schuljahr 2010/11 sind in der Volksschule zahlreiche Stellen neu zu besetzen. Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) will die Schulen dabei aktiv unterstützen. So werden die offenen Stellen auch im Ausland ausgeschrieben.
An der Volksschule im Kanton Aargau sind aktuell über 200 Vollzeitstellen verteilt auf rund 370 Stelleninserate für das Schuljahr 2010/11 noch nicht besetzt. Im Vergleich zu Vorjahren ist die Zahl der offenen Stellen bei Ablauf der Kündigungsfrist für Lehrpersonen höher.
Sofortmassnahmen eingeleitet
Da die Rekrutierung von geeigneten Lehrpersonen für die zuständigen Schulgemeinden eine beträchtliche Herausforderung darstellt, hat das BKS Sofortmassnahmen zur Unterstützung der Schulgemeinden eingeleitet. Ziel ist es, in erster Linie das bestehende Potenzial im deutschsprachigen Raum und, wie bisher, vor Ort auszuschöpfen. Lehrpersonen mit Teilpensen können motiviert werden, ihr Pensum zu erhöhen, erfahrene Lehrpersonen können "Mehrstunden" leisten oder pensionierte und andere aus dem Schulbetrieb ausgetretene Lehrpersonen können weiterbeschäftigt beziehungsweise wieder angestellt werden. Weiterhin ist es ganz wichtig, an den Schulen für ein gutes Arbeitsumfeld zu sorgen, damit möglichst viele Lehrpersonen im Beruf bleiben.
Für geeignete Lehrpersonen auch im Ausland werben
Zur Unterstützung schaltet das Bildungsdepartement zusätzlich Inserate in Deutschland und Österreich. Die Erfahrungen mit Lehrpersonen aus dem Ausland sind positiv. Den neu in der Schweiz Unterrichtenden bietet der Kanton eine Weiterbildung zu den schweizerischen Gepflogenheiten sowie die Möglichkeit, sich in der Anfangsphase von einer erfahrenen Lehrperson begleiten zu lassen. Wenn die Sofortmassnahmen zur Lehrpersonensuche bis zu Beginn der Sommerferien nicht zum Erfolg führen, wird das BKS "Notfallmassnahmen" in Kraft setzen müssen.
Attraktivität des Lehrberufs erhöhen
Mittelfristig zielen verschiedene vom BKS geplante Massnahmen auf die Erhöhung der Attraktivität des Lehrberufs. Hierzu zählen die geplante Reform "Stärkung der Volksschule" oder die Revision des Lohndekrets Lehrpersonen, die diesen Sommer bzw. Herbst in die Anhörung gehen werden. Zusätzlich werden zusammen mit der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz Möglichkeiten erarbeitet, wie mehr junge und auch ältere Menschen (Quereinsteiger/-innen) für den Lehrberuf gewonnen werden können. Nach Meinung des Bildungsdepartements lässt sich der für die nächsten Jahre abzeichnende Lehrpersonenmangel nur mit einem bunten Strauss von Massnahmen abwenden. Hierbei sind nebst dem BKS, den Schulen, den Lehrpersonen und den Verbänden auch die Bildungspolitik und die Gesellschaft gefordert.