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Besucherrekord am Internationalen Museumstag :
9'000 Besuchende in 39 Aargauer Museen

Am Internationalen Museumstag vom Sonntag, 16. Mai, boten sich die Aargauer Museen als Treffpunkt für Gross und Klein an. Der Besucherrekord des letzten Jahres konnte erneut übertroffen werden. Die 39 beteiligten Häuser verzeichneten rund 9'000 Eintritte. Der Internationale Museumstag hat sich im Kulturkanton gut etabliert. Dies dank viel Engagement und Freiwilligenarbeit in den Museen selbst.

Die grossen, bekannten, aber auch gerade die lokalen Museen boten für den Museumstag ein Festtag sondergleichen. Mit überraschenden Workshops, Kurzführungen, Angeboten für Kinder, ausgefallenen Wettbewerben, Speis und Trank oder mit Konzerten öffneten die Museen für die Aargauer Bevölkerung ihre Tore und boten Begegnungen der besonderen Art. Das Interesse der Besucherschar am Internationalen Museumstag war gross und die Museen freuten sich über die sensationelle Resonanz.

Ein Fest für den ganzen Ort

Das Kloster Muri organisierte wiederum Festivitäten für die ganze Bevölkerung mit Marktständen, Führungen und dem traditionellen Museumstag-Orgelkonzert in der Klosterkirche. Über tausend Besuchende sahen hinter die Kirchenmauern.Die gemeinschaftliche Aktion von vier Badener Museen (Kunstraum Baden, Schweizer Kindermuseum, Historisches Museum, Museum Langmatt) lockte insgesamt 1'300 treffsichere Besuchende an, welche in den beteiligten Häusern mit Spielen Punkte sammelten. Trotz nassem und kaltem Wetter wurden im Park des Museums Langmatt die Picknickdecken ausgebreitet. Nicht zum Essen oder Trinken. Vielmehr erforschten die Teilnehmenden darauf mit Rätseln und Aufträgen das Leben der Familie Brown, die Villa und die Kunst. Unterstützt wurden die vier Museen von angehenden Kulturvermittelnden des Lehrganges Kuverum.
Ebenfalls spielerisch entdeckten Kinder und Erwachsene das Aargauer Kunsthaus. Mit dem Lupenspiel begegneten die 470 Besuchenden vielen Kunstwerken des Hauses, fanden Unerwartetes und wurden richtige Museumsdetektive. Zudem führte eine Bildrätselkarte in die Stadt, weiter zum Naturama und zum Stadtmuseum im Schlössli.

Geschichte hautnah erleben

Auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Habsburg und in der Klosterkirche Königsfelden trafen die über tausend Besuchenden auf historische Figuren wie zum Beispiel Lady Mildred oder auf Magd Anna und tauchten voll und ganz ins Zeitalter der Habsburger ein. Der Legionärspfad bot 200 Interessierten den Einblick in das Leben der Römer. Im Sauriermuseum Frick bestimmte ein Fachmann die mitgebrachten Fossilien der 250 Besuchenden.

Prominenz lockte Besuchende an

Mit viel Engagement organisierte das Besucherzentrum Axporama in Böttstein einen Familientag und setzte den Fussball ins Zentrum. Der ehemalige Nati-Goalie Jörg Stiel stand den 700 Besuchenden für Autogramme zur Verfügung.
Das Ortsmuseum Bellikon rief zum Kreativ-Wettbewerb auf und bekam prominente Unterstützung von Roland Weisbrod, einem der letzen Seidenfabrikanten der Schweiz. Alte Krawatten wurden mitgebracht und zu Kunstwerken verarbeitetet.

Grosses Engagement

Das Generationengespräch in der Ausstellung "nonstop" des Stapferhauses Lenzburg fand grossen Anklang. Auch das Ortsmuseum Niederlenz, welches wie im 2. Weltkrieg kochte, war gut besucht. Dies ist umso erfreulicher, da viel Freiwilligenarbeit hinter dem Museumstag steckt.
Überhaupt lockte vielerorts ein spezielles kulinarisches Angebot die Leute in die Museen und lud zum gemütlichen Verweilen ein. So genossen 150 Museumsbesuchende im Garten des Hexenmuseums in Auenstein Hexengebräu und Liebestränke oder Kaffee und Kuchen zur Lesung im "Salon littéraire" des Forums Schlossplatz in Aarau.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport