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Beschwerde gegen den Entscheid BAV zum Knoten Mutschellen in Berikon :
Kanton und Gemeinden sehen Tram als Lösung für alle Verkehrsteilnehmenden

Die Gemeinden Widen und Berikon reichen gemeinsam mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt Beschwerde ein gegen den Entscheid des Bundesamts für Verkehr (BAV) vom 18. Juli 2017. Im Entscheid hat das BAV die Schranke der BDWM am Knoten Mutschellen in Berikon bestätigt und die Einsprache von Gemeinden und Kanton abgelehnt. Die Gemeinden und das BVU wollen eine Lösung, welche die Auswirkungen von mehr Stau für die betroffenen Gemeinden miteinbezieht und die Anschlüsse zwischen Bahn und Bus gewährleistet. Sie fordern den Trambetrieb – bis der Knoten baulich entflechtet werden kann.

In seinem Entscheid vom 18. Juli 2017 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) sich für eine Halbschranke der BDWM am Knoten Mutschellen in Berikon ausgesprochen. Die beiden betroffenen Gemeinden Berikon und Widen reichen gemeinsam mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), gegen diesen Entscheid Beschwerde ein. Der Entscheid des BAV berücksichtigt die Bedürfnisse der Gemeinden und Anwohner wie auch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht genügend. Die Halbschranke am BDWM-Übergang Mutschellen wird dazu führen, dass sich der öffentliche Verkehr (Bus) und der motorisierte Individualverkehr (MIV) noch mehr stauen als bislang. Während den Hauptverkehrszeiten werden sich die Staus am Knoten Mutschellen mit einer Schranke, verglichen mit dem Trambetrieb, um rund ein Drittel verlängern. Der öffentliche Verkehr kann so die Anschlüsse (Bus–BDWM, Bus–Bahn und umgekehrt) nicht mehr gewährleisten. Für die betroffenen Gemeinden, insbesondere für die direktbetroffenen Anwohnerinnen und Anwohner, bedeutet das mehr Lärm, mehr Schadstoffemissionen und insbesondere mehr Ausweich-/Schleichverkehr durch die Wohnquartiere.

Tram als Zwischenlösung bis zur baulichen Entflechtung des Knotens

Deshalb wehren sich die Gemeinden Berikon und Widen und das BVU gegen die Halbschranke am Knoten Mutschellen. Die Beschwerdeführer fordern stattdessen Trambetrieb. Im Gegensatz zum Bahnbetrieb fährt das Tram nur auf Sichtdistanz. Berechnungen zeigen, dass mit dem Trambetrieb die Leistungsfähigkeit am Knoten Mutschellen für den motorisierten Individualverkehr und für den Bus erhöht wird.

Parallel zur Beschwerde forciert der Kanton ein Projekt zur baulichen Entflechtung des Knotens Mutschellen. Für das Projekt werden Varianten geprüft, in denen entweder die Strasse oder die Bahngeleise tiefergelegt werden. Die bauliche Entflechtung auf zwei Verkehrsebenen führt zu mehr Verkehrssicherheit, zu Fahrplanstabilität für öV und zu einer Verstetigung der Reisezeiten für den MIV. Der Planungs- und Realisierungshorizont für das Umbauprojekt beträgt voraussichtlich 10 bis 15 Jahre.

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  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt