Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Berufliche Wege nach der Sekundarstufe II :
Erstmalige Erhebung liegt vor

Mit STEP II 2011 wurden erstmals flächendeckend die Anschlusslösungen der Lernenden der Aargauer Berufsfach- und Mittelschulen erhoben. Rund 40 Prozent der Lernenden treten nach der Sekundarstufe II ins Erwerbsleben ein und 30 Prozent setzen den Berufsweg mit einer weiteren Ausbildung fort.

Hohe Rücklaufquote

Die Erhebung STEP II wird von Statistik Aargau im Auftrag des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) durchgeführt. Mit STEP II wurde zwischen März und Mai erhoben, was die Lernenden der Aargauer Berufsfach- und Mittelschulen nach Abschluss der Sekundarstufe II machen werden. Dank der ausgezeichneten Mitarbeit der Schulen konnten die Anschlusslösungen von 6'093 Lernenden erfasst werden, was einer Rücklaufquote von 96 Prozent entspricht.

Die meisten treten ins Berufleben ein

42 Prozent der erfassten Absolventinnen und Absolventen treten nach der Sekundarstufe II ins Berufsleben ein, 30 Prozent planen eine weitere Ausbildung und 14 Prozent entscheiden sich für eine andere Anschlusslösung. Am Häufigsten wird von diesen Lernenden die Rekrutenschule als Anschlusslösung angegeben. Diese wird auch häufig als Zwischenlösung vor dem Studium oder als Anschlusslösung an eine befristete Anstellung geplant. Weitere 15 Prozent wissen zum Befragungszeitpunkt noch nicht, wie ihr beruflicher Weg nach der Berufsfach- bzw. Mittelschule weiter verlaufen wird.

Anschlusslösung sind je nach Schultyp unterschiedlich

Erwartungsgemäss unterscheiden sich die Anschlusslösungen je nach besuchtem Schultyp deutlich. Die jungen Erwachsenen, die nach Abschluss der Sekundarstufe II in die Erwerbsarbeit einsteigen, sind fast ausschliesslich Abgängerinnen und Abgänger der Berufsfachschulen. Eine Mehrheit arbeitet zunächst im Lehrbetrieb und im erlernten Beruf weiter. Etwa zwei Drittel verfügen über ein unbefristetes Anstellungsverhältnis.<br /><br />Lernende der Mittelschulen planen mehrheitlich eine weitere Ausbildung an einer Hochschule. Bei Gymnasiastinnen und Gymnasiasten überwiegt der Übertritt an eine Universität, bei Fachmaturandinnen und Fachmaturanden sowie Lernenden der Wirtschaftsmittelschule der Eintritt in eine Fachhochschule. Auch von den Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden der Berufsfachschulen entscheidet sich rund ein Viertel für diesen Weg.<br /><br />Von den Berufslernenden mit Berufsattest oder Anlehre führt etwa ein Fünftel die Ausbildung zu einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis weiter.

Weiterer Weg noch ungewiss

Zum Zeitpunkt der STEP II-Erhebung war für 891 Lernende noch unklar, wie es weiter geht. Der überwiegende Teil dieser Gruppe sind Berufslernende und davon vergleichsweise viele Lernende mit einem Berufsattest oder einer Anlehre. Viele Anstellungsverhältnisse werden noch im Sommer eingegangen worden sein.

Umfassendes Bild des Berufs- und Bildungsverlaufs

Dank STEP II liegt erstmals ein umfassendes Bild zum weiteren geplanten Berufs- und Bildungsverlauf der Abgängerinnen und Abgänger am Ende der Sekundarstufe II vor. Damit wird ein Thema erschlossen, das für ein breites Feld von Interessierten aus Schulen, der Bildungsverwaltung und -politik sowie aus der Wirtschaft von Bedeutung ist.

Vertiefte Ergebnisse der Befragung können dem Bericht "STEP II 2011" entnommen werden. Dieser kann bei Statistik Aargau bezogen werden und ist auch als PDF erhältlich.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport