Bemühungen um die Sicherheit zahlen sich aus
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Weniger tödlich verunfallte Radfahrer 2009 im Aargau
Entgegen dem schweizerischen Trend mit einer Verdoppelung der tödlich verunfallten Radfahrer gab es 2009 im Aargau mit zwei tödlichen Velo-Unfällen einen weniger als im Vorjahr. Diese Abnahme kann Zufall sein, sie kann aber auch mit der stetigen Realisierung des kantonalen Radroutennetzes zusammenhängen.
Bei den tödlichen Unfällen von Radfahrenden liegt der Kanton Aargau glücklicherweise nicht im schweizerischen Trend mit einer Verdoppelung der Toten. Waren 2008 drei Todesopfer zu beklagen, sind es 2009 noch zwei. Zur Vermeidung von Unfällen tragen nebst einer guten Sichtbarkeit vor allem in der Nacht, einer guten Beleuchtung und dem Verhalten jedes Einzelnen auch eine sichere Infrastruktur wie Radwege und -streifen bei.
Das kantonale Radroutennetz wurde 2001 vom Grossen Rat im Richtplan festgesetzt. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass zusammen mit den Gemeinden und regionalen Planungsverbänden die detaillierte Linienführung und die Führungsart (Radweg, Radstreifen, Mischverkehr) erarbeitet werden soll. Von diesen Resultaten hat der Grosse Rat Ende 2003 Kenntnis genommen.
Seit 2004 erfolgt die Umsetzung des insgesamt 955 Kilometer langen Radroutennetzes und damit verbunden die Erhöhung der Sicherheit für die Radfahrenden. In den letzten fünf Jahren sind insgesamt 22 Kilometer Radwege und 53 Kilometer Radstreifen realisiert worden. Ferner wurde ab 2005 mit der Umsetzung der Wegweisung nach einem festgelegten Konzept mit dem bekannten Aargauer Logo begonnen. Bis Ende 2009 waren ca. 90 Prozent der realisierten Radrouten beschriftet und bis auf wenige Spezialfälle sollte die Wegweisung im laufenden Jahr abgeschlossen werden können.
Noch fehlen bis zum gesteckten Endziel 2015 rund 47 Kilometer Radwege und 97 Kilometer Radstreifen. Jedes Jahr werden davon insgesamt rund 20 Kilometer Radwege und Radstreifen realisiert. Bei den Radstreifenlösungen erbringen auch die Kernfahrbahnen mehr Sicherheit für die Radfahrenden. Diese Lösungen stehen in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis und sind rasch umsetzbar.