Beitrag von 30 Millionen Franken für höchste Leistungsfähigkeit des PSI-Röntgenlasers
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Strategischen Partnerschaft von Kanton und PSI zur Förderung des Hightech-Standorts Aargau
Das Paul Scherrer Institut PSI in Würenlingen/Villigen plant eine neue Grossforschungsanlage, den Freie-Elektronen-Röntgenlaser SwissFEL. Der Regierungsrat unterstützt das Projekt mit einem Beitrag aus dem Swisslos-Fonds, um diese neuartige Forschungseinrichtung zu einer der leistungsfähigsten der Welt zu machen. Der Standortnutzen für den Aargau ist beträchtlich. Das PSI unterstützt im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem Kanton weitere Massnahmen zugunsten des Hightech-Standorts Aargau.
Das PSI plant zusammen und mit Unterstützung durch den ETH-Rat am Standort des PSI in Würenlingen/Villigen einen sogenannten Freie-Elektronen-Röntgenlaser (Swiss FEL). Ein derartiges Forschungsinstrument ist bisher nur an drei Orten in der Welt realisiert. Die Anlage erlaubt es, extrem schnelle chemische und physikalische Vorgänge zu verfolgen und dabei Details bis hin zur Grösse eines Atoms sichtbar zu machen. Diese Erkenntnisse werden die Entwicklung beispielsweise besserer Medikamente, effizientere Energiesysteme oder ultraschneller Datenspeicher ermöglichen.
Dank Aargauer Beitrag an die Weltspitze
Der Bund und das PSI finanzieren den Aufbau des Swiss FEL mit über 250 Millionen Franken. Dank dem zusätzlichen Aargauer Beitrag kann die Genauigkeit des Swiss FEL auf den vom PSI angestrebten weltweit höchstmöglichen Stand gebracht werden. Aufgrund der Bedeutung dieses Projekts für das PSI und den Standortkanton Aargau ist der Regierungsrat bereit, auch einen ausserordentlich hohen Beitrag von insgesamt maximal 30 Millionen Franken zu leisten. Dieser wird, aufgeteilt in fünf Jahrestranchen, über den Swisslos-Fonds finanziert. Der Beitrag ist an die Bedingung geknüpft, dass das PSI auch weiterhin integral am Standort Aargau bleibt.
Grosser direkter Standortnutzen für den Aargau
Der Regierungsrat will mit dem Kantonsbeitrag gewährleisten, dass der SwissFEL im Kanton Aargau realisiert wird. Denn der Bau und Betrieb des SwissFEL bringt einen hohen direkten Standortnutzen. Das PSI rechnet, dass aus dem SwissFEL-Projekt bei einer Investitionssumme von total gegen 300 Millionen Franken Aufträge für Aargauer Firmen in der Höhe von gegen 100 Millionen Franken resultieren. Hinzu kommen Betriebs- und Lohnkosten von rund 25 Millionen Franken pro Jahr, die zu einem grossen Teil im Kanton Aargau steuerwirksam werden. Schliesslich wird die Anlage von Forschenden aus der ganzen Welt mitbenutzt und wirkt damit entsprechend attraktiv für Hightech-Firmen.
Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft
Der Beitrag des Kantons an das PSI ist Teil einer umfassenden Strategie des Regierungsrats zur Entwicklung des Hightech-Standorts Aargau. Der Aargau soll attraktiv sein für innovative Unternehmen und damit mehr Arbeitsplätze und Forschungsstellen anbieten können. Das PSI unterstützt diese Strategie.
In diesem Sinn haben der Regierungsrat und das PSI eine Vereinbarung zu einer strategischen Partnerschaft unterzeichnet. Das PSI verstärkt mit diesem Vertrag unter anderem sein Engagement in dem vom Aargau finanzierten Netzwerk des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel und der FHNW. So ist vorgesehen, hier gemeinsam mit der Universität Basel eine Professur mit Bezug zum SwissFEL zu schaffen. Weitere Massnahmen zur Unterstützung der kantonalen Strategie sind vorgesehen.
Das PSI als Standortfaktor
Das PSI ist das grösste von der öffentlichen Hand finanzierte natur- und ingenieur¬wissenschaftliche Forschungsinstitut der Schweiz. Zu den Haupt¬aufgaben des PSI gehören neben der Forschung in den Bereichen Physik, Materialwissenschaften, Biologie, Medizin, Energie und Umwelt die Entwicklung, den Bau und Betrieb von einzigartigen grossen und komplexen Forschungseinrichtungen.
Der Kanton Aargau und das PSI arbeiten bereits in verschiedenen Bereichen zusammen. So hat der Kanton namentlich den Aufbau der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS, der Protonentherapie und des Zentrums für Nachhaltige Mobilität und Energie CCEM unterstützt. Das PSI ist zusammen mit der FHNW ein wichtiger Partner des vom Aargau finanzierten Argovia-Netzwerks Nanotechnologie, in dessen Zentrum das Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel steht.